Am Mittwochvormittag ist Beamten der Bundes- und Landespolizei auf der Autobahn 4 bei Bautzen ein dicker Fisch ins Netz gegangen: Im Rahmen eines Einsatzes der Soko Kfz kontrollierte eine Streife einen in den Niederlanden zugelassenen Sattelzug. Der Lkw fuhr in Richtung Görlitz und war ohne Ladung unterwegs. Die Beamten schauten sich deshalb auch die Staukästen des Aufliegers genauer an. In einem stießen sie auf mehrere Taschen und Umzugskartons, in denen sich jeweils eine größere Anzahl mit Klebeband umwickelter Pakete befand.

Die Pakete enthielten insgesamt rund 100 Kilogramm Haschisch mit einem Straßenverkaufswert von etwa 750 000 Euro. Es handelt sich damit um eine der größten Rauschgiftsicherstellungen auf Sachsens Autobahnen der vergangenen Jahre.

Die Staatsanwaltschaft Görlitz und das Zollfahndungsamt Dresden übernahmen die Ermittlungen. Diese ergaben bisher, dass das Rauschgift vermutlich nach Nordeuropa transportiert werden sollte.

Gegen den 43 Jahre alten niederländischen Lkw-Fahrer wurde Haftbefehl wegen Fluchtgefahr erlassen. Dem Beschuldigten wird die unerlaubte Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vorgeworfen. Dies ist mit Freiheitsstrafe von zwei bis zu 15 Jahren bedroht.