Weitere 50 000 Menschen wüssten gar nicht, dass sie ebenfalls von der auch Glaukom genannten Augenkrankheit betroffen seien, sagte der Direktor der Universitäts-Augenklinik Dresden, Professor Lutz Pillunat, gestern in der Landeshauptstadt. Denn bei der unheilbaren Krankheit sterben Nervenfasern am Sehnerv ab, ohne dass der Patient dies merkt. Ohne medizinische Behandlung schrumpft das Sichtfeld allmählich und führt am Ende zur völligen Erblindung.
Pillunat sagte, die Krankheit könne zwar nicht geheilt, der Krankheitsverlauf aber durch geeignete Behandlungsmethoden gestoppt werden. Deshalb seien frühzeitige Vorsorgeuntersuchungen wichtig. Insbesondere Menschen über 40 und mit Glaukom-Fällen in der Familie sollten sich regelmäßig vom Augenarzt durchchecken lassen. Die Untersuchung kostet zwischen 16 und 30 Euro. (ddp/mb)