Ostersamstag und -sonntag war sie zur Probearbeit in der Lehder Quappenschänke, hat Fisch und Schnitzel gebraten. Am 1. Mai startet die Mutter der zweijährigen Leila dort in die Saisonarbeit. "Ich dachte, dort werde ich erstmal nur Schnippelarbeiten in der Küche machen, aber es kam anders und hat Spaß gemacht. Alle sind richtig nett gewesen. Auch, dass ich ein Kind habe, war überhaupt kein Problem. Zum ersten Mal fange ich im Mai nun mit Saisonarbeit an", sagt sie freudestrahlend. Und sie macht sich vorerst auch gar keine Hoffnung auf eine feste Stelle in Lübbenau. "Wichtig ist erstmal, dass ich endlich wieder arbeite und Geld verdiene." Wenn ihr Freund auch eine Arbeit hat, so kann doch eine kleine Familie jeden Cent gebrauchen. Leila wird bis zum frühen Nachmittag von einer Tagesmutter betreut. Dort hat sie Mittwoch mit ihren Freunden auch ihren zweiten Geburtstag gefeiert. "Ich habe Kuchen gebacken, und am Nachmittag sind wir noch zu Oma und Opa nach Calau gefahren", erzählt Aileen. Die Arbeit in der Lehder Hotelanlage und die Betreuung ihrer Tochter werde sie ganz gut unter einen Hut bringen können. Früh hat sie für das Frühstück der Gäste zu sorgen, danach wienert sie Zimmer - das sei perfekt. "Ein bisschen Bammel habe ich, wenn dann auf einem Mal vielleicht 400 Gäste da sind. Aber damit werde ich auch klar kommen", ist sie sich sicher. Bis 30. September habe sie erst einmal Arbeit. Und das mache ihr ein gutes Gefühl für den Sommer. Das Verdiente wolle sie auf die hohe Kante legen, denn ab Oktober werden sie auch davon leben müssen. An den Sommer-Nachmittagen werden sie mit dem Rad in ihren Garten fahren, wo Leila nach Herzenslust spielen kann. Darauf freut sich die Familie, die gern noch ein bisschen größer werden möchte. Hannelore Kuschy