Wie die Polizei mitteilte, hatte der 33-Jährige gegen 3.30 Uhr mit seinem Handy beim Bundeskanzleramt angerufen und damit gedroht, binnen Stunden eine Bombe detonieren zu lassen. Da die Behörden die Drohung "als ernsthaft" einstuften, wurde der Hauptbahnhof gesperrt und durchsucht.
Der Fern-, Regional- und S-Bahnverkehr war für zwei Stunden unterbrochen. Verdächtiges wurde nicht gefunden, ein politischer Hintergrund ausgeschlossen. Nach Angaben der Polizei war der Mann um 7.05 Uhr in seiner Wohnung in Bretten festgenommen worden.
Er sei den Behörden wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz bekannt. Erst räumte der dringend Verdächtige die Tat ein, wenig später widerrief er sein Geständnis.
Da sich der Verdacht erhärtete, dass der Mann seelisch krank ist, wurde er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Dem Anrufer könnte eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren wegen Störung des öffentlichen Friedens drohen.
Nach Angaben der Bahn hatte sich der Zugverkehr in Berlin am Vormittag wieder normalisiert. Die Fernzüge waren über andere Bahnhöfe umgeleitet worden. (dpa/cd)