Die Polizei fand bisher nur tote Tiere und Zerstörung auf dem ausgebrannten Anwesen in der westenglischen Grafschaft Shropshire. Der Fall gibt den Beamten seit Dienstag Rätsel auf: War Foster verschuldet? Setzte er sich ins Ausland ab? Tötete er seine Familie und dann sich selbst? Oder wurde er von Neidern umgebracht?
Um Licht ins Dunkel zu bringen, drangen die Ermittler gestern erstmals in das Innere des zerstörten Hauses nahe der Ortschaft Maesbrook vor. Nach Medienberichten soll das Anwesen von innen verbarrikadiert gewesen sein. Draußen waren bereits tote Pferde und Hunde gefunden worden.
Zwar geht die Behörde von Brandstiftung aus, doch ob die Familie bei dem Brand im Haus war oder ihn selbst gelegt hatte, war unklar. Fest steht nur, dass es von dem 50-jährigen Geschäftsmann, seiner Frau Jill (49) und seiner 15-jährigen Tochter Kirstie seit dem Brand kein Lebenszeichen gibt. Und dass unsaubere Geschäfte liefen, wird auch immer klarer.
Foster kam zu seinem Vermögen, weil er Dämmstoffe für Ölplattformen herstellte. Doch seine Firma Ulva wurde im vergangenen Jahr liquidiert, Klagen von Lieferanten waren angeblich anhängig, und Foster hatte wohl auch Steuerschulden von umgerechnet fast einer Million Euro. Vor Gericht sagte ein Richter, Foster sei "jeder Geschäftsmoral beraubt". Die Aussicht, nun sein Anwesen zu verlieren, sei der "Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat", sagten Nachbarn nach Angaben der Zeitung "Sun".
Auch meldeten sich ehemalige Geschäftspartner zu Wort. Foster sei ins Ausland geflohen, sagte Leo Dennis, der 2006 von dem Vorwurf freigesprochen wurde, Foster erpresst zu haben. "Ich glaube nicht, dass er tot ist." Foster habe Immobilien, von denen niemand wisse. "Er kann dort hingehen und einfach verschwinden." Terence Baines, einst Ulva-Manager, sagte: "Es sieht so aus, dass die, denen er Geld schuldete, große Firmen waren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie hinter so etwas stecken." Er vermute, dass Foster einfach "ausgeflippt" sei, "der Druck auf ihn war zu hoch". Die Polizei äußerte sich zu all den Vermutungen nicht. Bestätigen wollte sie auch nicht, dass Patronen und Blutlachen auf dem Gelände gefunden wurden. (dpa/ig)