15 Sänger gehören dem Kammerchor an, der im Jahre 1989 auf Anregung ehemaliger Schüler des Evangelischen Gymnasiums in Potsdam-Hermannswerda gegründet wurde. Doch obwohl die Mitglieder bis auf den künstlerischen Leiter Dietrich Bräutigam - Kirchenmusiker am Dom in Wetzlar - die verschiedensten Berufe ausüben, haben sie doch alle im Chorgesang ihre Berufung gefunden. BelCantoMusicae überraschte und berührte bei seiner ersten Konzertreise durch die Lausitz mit exzellentem, geradezu professionellem Gesang in fünf Sprachen. "Nach unserem Auftritt erwartet uns eine muntere Großfamilie mit Kindern und Babysittern", hieß es. Darüber hinaus verbindet eine enge Freundschaft die Sängerinnen und Sänger. Auch dies scheint einer der Gründe für die Harmonie ihres Gesanges zu sein. Werke aus der Feder des Norwegers Knut Nystedt, des Schweden Otto Olsson sowie des estnischen Komponisten und Volksliedsammlers Cyrilluis Kreek erklangen, ebenso "Gloria in excelsis Deo", eine Liebeserklärung an die Schöpfung aus der Feder des zeitgenössischen Komponisten Jan Sanström oder die sensiblen musikalischen Naturbeschreibungen von Nils Lindberg. Als Solist an der Flöte trat Hannes Immelmann aus Potsdam mit "Sechs Metamorphosen nach Ovid" von Benjamin Britten auf. Mit lang anhaltendem Beifall verabschiedeten die Musikfreunde den Kammerchor, dessen Konzert mit dem Abendlied "Bleib bei uns" schloss. Unter den Zuhörern waren auch Vertreter Forster Chöre. "Ich bin begeistert. Meine Erwartungen wurden völlig übertroffen", sagte Karin Menzel, die Vorsitzende des 1. Forster Frauenchors. Lothar Lischke, den Vorsitzenden des Forster Männergesangverein 1832, begeisterte vor allem der "saubere und rhythmische, sehr akzentuierte und ausdrucksstarke Gesang der im Vergleich zu hiesigen Chören doch jungen Mitglieder".