"Die Einkommensteuererklärung besteht zunächst aus dem Mantelbogen. Darin werden vor allem die allgemeinen Angaben erfasst", sagt die Steuerberaterin Dorothee Herzer. Dazu gehören Name, Anschrift, Familienstand und Beruf, aber auch die Bankverbindung für den Fall, dass der Steuerpflichtige Geld zurückbekommt.Zu den Papieren zählen daneben die unterschiedlichen Anlagen, die sich auf die jeweiligen Einnahmequellen beziehen. "In jede Anlage werden auf der Vorderseite die Einnahmen eingetragen und in der Regel auf der Rückseite die Ausgaben, die im Zusammenhang mit den erzielten Erträgen stehen", erklärt Herzer. Die Unterlagen gibt es beim Finanzamt, sie können persönlich abgeholt werden.Auf Wunsch auch online"Manche Finanzämter verschicken die Formulare auch auf Anfrage per Post an die Steuerzahler", sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. Wer den Papier-Ausdruck scheut, kann seine Steuererklärung mit dem Computer ausfüllen und online verschicken. Dafür haben die Behörden das Portal "Elster" (Elek tronische Steuererklärung) eingerichtet. Die Dokumente sehen hier genauso aus wie ihre Papier-Varianten, können aber gleich am Schirm ausgefüllt und an das Finanzamt gesendet werden. Meist werden diese Steuererklärungen schneller bearbeitet, so die Erfahrung der Steuerexperten.Wer Schwierigkeiten beim Ausfüllen hat, greift zu spezieller Software oder Fachliteratur, rät Klocke. "Hilfreich sind auch ein Steuerberater oder der Lohnsteuerhilfeverein." Grundsätzlich könne auch beim Finanzamt nachgefragt werden. Bevor es an das Ausfüllen geht, sollte aber jeder seine Unterlagen prüfen. "Alle Einnahmen und Ausgaben sollten durch Belege nachgewiesen werden können", sagt Herzer.Wer einen Handwerker beauftragt und bezahlt hat, braucht als Nachweis eine Kopie des Kontoauszuges. Nur belegte Kosten erkennt das Amt an. Weitere wichtige Belege sind Lohnsteuer- oder Spendenbescheinigungen, mit studierenden Kindern kommen dazu deren Studienbescheinigungen, Belege über Arbeitsmaterial, Fortbildungskosten oder Quittungen über Bewerbungsausgaben. Doch in eine Einkommenssteuererklärung gehört noch mehr. "Alles, was mit der Arbeit, der Arbeitslosigkeit, der Vorsorge, außergewöhnlichen Belastungen und Kapitaleinkünften und Einkünften aus Vermietung und Verpachtung im Zusammenhang steht", sagt Joachim Hoffmann vom Lohnsteuerhilfeverein in Cottbus. "Lieber einen Zettel mehr abgeben und aufheben als einen zu wenig." Überhaupt sollten alle Belege und Quittungen - über Versicherungsausgaben, Mitgliedsbeiträge, Telefonkosten, Zahnersatz oder Kuren - so lange aufbewahrt werden, bis die Steuerfestsetzung bestandskräftig ist.An Unterschrift denkenBevor die Formulare abgegeben werden, darf die Unterschrift auf dem Mantelbogen nicht vergessen werden. Viele denken Herzer zufolge nicht daran. Zugleich ermuntert die Steuerberaterin auch diejenigen, die gar nichts oder nur wenig verdienen, eine Steuererklärung abzugeben. Denn auch diesen Menschen könnten Kosten entstanden sein, die steuermindernde Auswirkungen haben. So hatte ein Auszubildender 2008 möglicherweise Fahrtkosten, musste Geld für Fachbücher oder Berufskleidung ausgeben und kann diese gegenrechnen.