85 Dezibel entsprechen dem Lärm einer Kettensäge in zehn Metern Entfernung. Ein Zeichen für eine zu laute Beschallung sei ein tinitusähnliches Pfeifen im Ohr, erklärt Thomas Oberst. Auch wenn Personen in der Umgebung mithören können, ist die Lautstärke meist zu hoch.

Viele Jugendliche riskieren nach einer aktuellen Untersuchung mit zu lauter Musik ihre Gesundheit durch einen dauerhaften Hörverlust. Für die "Ohrkan"-Studie des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Bayern und der Uniklinik Regensburg wurden zwischen 2009 und 2011 mehr als 2000 Schüler zwischen 13 und 19 Jahren befragt. Jeder Fünfte hört zu oft und zu laut Musik. Der richtige Kopfhörer kann helfen, das Gehör zu schützen. "Vorteilhaft sind geschlossene Kopfhörer", auch In-Ear-Kopfhörer genannt, erklärt Tüv-Experte Oberst. "Sie umschließen das Ohr wie eine Muschel oder werden direkt an den Gehörgang gelegt." Das schirme den Umgebungslärm ab, die Musik muss nicht voll aufgedreht werden.

Mit dem interaktiven Programm "earaction" soll über Hörschäden aufgeklärt werden. Auf der Internetseite der Initiative können sich Jugendliche beispielsweise anhören, wie ein Musikstück bei Altersschwerhörigkeit klingt.

www.earaction.bayern.de