Das Projekt richte sich wieder an arbeitsuchende Frauen, die an ihrer Situation etwas verändern wollen, sagt Sabine Spelda, stellvertretende Leiterin der Erziehungs- und Familienberatungsstelle in Elsterwerda. "Das Ziel des Aufbauprojektes ist es, den Frauen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben", so Marko Suske, Familienberater beim ASB Jugendhilfeverbund. Gemeinsam mit Sabine Spelda führte der 39-Jährige bereits das erste Projekt, das von Mitte September bis Mitte Dezember lief, durch und war von dem Erfolg überrascht. Aus dem ganzen Kreis Sieben Teilnehmerinnen im Alter von 27 bis 61 Jahren aus Herzberg, Doberlug, Finsterwalde und Elsterwerda nahmen die kostenfreie Beratung in Anspruch. In erster Linie sollten die Frauen ein Bewusstsein für ihre Stärken und Schwächen entwickeln, mehr Selbstbewusstsein erlangen und schließlich realistische Zukunftsperspektiven entwickeln und wahrnehmen können. Die Beratung erfolgte in sechs Gruppen- und acht Einzelgesprächen. "In der Gruppe haben sich die Frauen untereinander ausgetauscht und sich mit ihren Stärken und Schwächen auseinandergesetzt", erläutert Sabine Spelda. Mit jeder Sitzung seien kleine Veränderungen bemerkbar gewesen, erklärte sie. "Leider blieb bei den Gruppengesprächen zu wenig Zeit, um auf aktuelle Fragen einzugehen", bedauert Marko Suske, der bereits seit 14 Jahren Erfahrungen in der sozialpädagogischen Familienhilfe hat. Die Gruppe an sich harmonierte sehr gut zusammen. "Die Frauen haben sich sogar privat getroffen", erzählt Sabine Spelda. In den Einzelgesprächen wurde mit den Frauen der berufliche Werdegang und die derzeitige Situation genauer beleuchtet. Vergangenes wurde reflektiert und mögliche Zukunftsperspektiven herausgearbeitet. Das Ziel, die Frauen dazu zu motivieren, wieder ins Berufsleben zurückzukehren, konnte teilweise erreicht werden. "Zwei der sieben Teilnehmerinnen haben eine Arbeit aufgenommen", freut sich Sabine Spelda.Die Teilnehmerinnen waren es auch, die den Wunsch nach einer weiteren Beratung äußerten. "Also beantragten wir ein Aufbauprojekt, das ja auch bewilligt wurde", erzählt die stellvertretende Leiterin der Einrichtung. Die Anzahl der Plätze sei auf acht bis zehn begrenzt. Fünf Plätze sind bereits vergeben - an Teilnehmerinnen aus dem ersten Projekt. Diese werden bestimmte Sachen vertiefen, denn auch in dem Aufbauprojekt erfolge die Beratung in Gruppen- und Einzelgesprächen, so Sabine Spelda.Das Projekt ist Teil des Förderprogrammes "Stärken vor Ort". Es wird durch den Landkreis Elbe-Elster, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), den Europäischen Sozialfonds und die Europäische Union gemeinsam finanziert.Frauen, die arbeitssuchend und an einer Teilnahme am Aufbauprojekt interessiert sind, können sich heute noch telefonisch unter 03533 489548, per E-Mail an ebs-elsterwerda@gmx.de oder persönlich in der Erziehungs- und Familienberatungsstelle, Hauptstraße 45, in Elsterwerda anmelden. Das Projekt beginnt morgen um 9 Uhr und endet Ende Oktober. Die Beratung ist kostenlos.