In der Werkhalle vom Unternehmen Stylework in Klein Döbbern hat sich ein Unwesen breitgemacht. Hier steht ein drei Meter hoher und vier Meter langer Monsterhund. Seine metallgraue Farbe erinnert an schrottreife Panzer, die Zähne im riesigen Maul flößen Angst ein. Energischen Schritts scheint er voranzuschreiten Die riesige Statue aus Styropor ist eine Werbefigur für ein neues Computerspiel von Wolfenstein.

Seine Premiere hatte das Untier schon auf der diesjährigen Gamescom in Köln. Vom Rhein ist die Figur nun wieder zurück und wartet auf den nächsten Einsatz. Da ist auch mal Zeit für Thomas Schurig, sein "Baby" zu bestaunen. "Die Erstellung der Figur war mein Projekt. Das war ein ganz schöner Brocken. Von der Planung bis zur Erstellung blieben nur zehn Tage. Die Schwierigkeit bestand darin, dass wir zum ersten Mal unseren neuen Fräsroboter eingesetzt haben", erinnert sich der 3D-Designer.

"Für den Roboter haben wir extra eine neue Werkhalle gebaut. Rund 150 000 Euro habe ich investiert", ist von Betriebsinhaber Enrico Frühling zu erfahren.

Der Fräsroboter ist eine Sieben-Achsen-Fräse, die mehr Möglichkeiten bietet als die bisherigen Maschinen. "Ein großer Teil der nötigen Hand-Nacharbeit entfällt und manches ist nur mit diesem Roboter herstellbar", begründet der Unternehmer die große Investition. Er verschweigt auch nicht seine Freude, dass seiner zu den wenigen Betrieben in Deutschland gehört, die ein solches Gerät haben.

In den nächsten Tagen werden noch Kameras und Computer in der Werkhalle angebracht. Dadurch wird es möglich, dass Experte Thomas Schurig die Arbeit des Fräsroboters von überall sehen und steuern kann.

Zwei neue Mitarbeiter wurden eingestellt - ein Metallbauer und ein Lackierer - damit in Zukunft solche Riesenfiguren aus einer Hand entstehen können. Jetzt kommt noch ein Baugeschichtsexperte dazu. Dann hat Stylework sieben Beschäftigte.

Demnächst werden in Klein Döbbern eine Riesenkamera, eine Kaffeemaschine und menschengroße Stifte entstehen. Das Unternehmen steuert einen Jahresumsatz von einer halben Million Euro an. Der Monsterhund wurde nun in die eigens für ihn gebauten Kisten verpackt. Das Premierenstück des Fräsroboters soll auf Messetour durch Europa gehen - nach Paris und London.