Ungeduldig läuft Holger Findeisen in der Senftenberger Niederlausitzhalle auf und ab. Der Chef des Lausitzer Modelleisenbahnvereins (LMV) ist dafür verantwortlich, dass an diesem Wochenende jedes Ausstellungsstück auf den vorhandenen 3 000 Quadratmetern am richtigen Platz steht. „Kein leichtes Unterfangen bei über 40 Ausstellern aus der ganzen Bundesrepublik und aus Holland“, erklärt Findeisen. Bis Sonntag präsentieren diese auf der „3. Lausitzmodellbau“ ihr faszinierendes Hobby.

„Wir haben versucht mit der Ausstellung das komplette Spektrum des Modellbaus abzudecken“, erklärt Organisator Findeisen. Das reiche von Modelleisenbahnen über Automodelle bis hin zu Schiffs- oder Flugzeugnachbauten, ergänzt der LMV-Chef. Neben einer Händlermeile soll aber noch das eine oder andere Novum für einen Gästestrom zu Brandenburgs größter Modellbauschau sorgen. Erstmals habe man auch holländische Modellbaukunst und ein riesiges Puppenkaufhaus aus dem Erzgebirge im Repertoire, sagt der Veranstalter.

Darüber hinaus können die Besucher etwa 30 Modellbahngroßanlagen bestaunen. Beispielsweise die 22 Meter lange H0-Anlage des LMV, die Ansichten aus der Niederlausitz zeigt. Auf ihr steht unter anderem eine Miniatur-Brikettfabrik, die für ordentlich Dampf sorgt. Gleich neben ihr befindet sich die Modelleisenbahnlandschaft von Werner Pejga. „Die habe ich Anfang der 90er Jahre in Handarbeit gebaut und später dem LMV geschenkt“, erklärt der 76-jährige Senftenberger. Der ehemalige Lokomotivführer arbeitete mehr als 40 Jahre bei der Bahn und zählt zu den Veteranen des Vereins, sagt er.

Allein beim Ansehen der detailreichen Modellbautische bleibt es aber nicht. Vor den Toren der Niederlausitzhalle wird eine Echtdampflokomotive mit einer Spurweite von 7 1/4 Zoll ihre Kreise ziehen. Diese lädt vor allem die Kinder an den Ausstellungstagen zum Mitfahren ein. Auf der Schillerstraße können die Kleinen aber auch den vorbeiflitzenden Automodellen zusehen.

Nicht nur für die jungen, sondern auch für die älteren Besucher ist eine kleine Stadt aus Lego aufgebaut. Die spektakuläre Legoanlage der Interessengemeinschaft „AFOLS Lausitz“ ist erstmals mit dabei. „Auf 120 Quadratmetern zeigen wir eine Landschaft mit Windmühlen, Häusern und einer Bahn“, erklärt AFOLS-Mitglied Andreas Noack. Im Maßstab von 1:46 sei alles Stück für Stück aus den kleinen Bauteilen zusammengesetzt, erläutert der Briesker. Auf die Frage, was so eine Lego-City denn koste, antwortet der 47-Jährige nur, dass diese mit etwa 36 000 Euro versichert sei.

„Genau solche Attraktionen sollen in unserem Verein auch für Nachwuchs sorgen“, sagt LMV-Vorsitzender Holger Findeisen. Er hofft, dass ähnlich wie bei der „2. Lausitzmodellbau“ vor zwei Jahren knapp 6 000 Besucher in die Halle strömen. „Dazu wünschen wir uns ausnahmsweise einmal schlechtes Wetter am Wochenende“, ergänzt der zweite Vorsitzende Lothar Sickora.

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Zum ThemaDie Messe findet vom 14. bis 16.Oktober in der Senftenberger Niederlausitzhalle statt. In der etwa 3 000 Quadratmeter großen Halle an der Schillerstraße 34 sind sämtliche Modellbauaussteller aus der Bundesrepublik sowie Holland vertreten. Neben 30 Modellbaugroßanlagen gibt es unter anderem eine Echtdampflokomotive, ein Schiffsbassin und eine Lego-Landschaft zu entdecken. Geöffnet ist am Freitag zwischen 14-18 Uhr und Sonnabend/Sonntag von 10-18 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 7 Euro und für Kinder 3 Euro.