Nach Frost und Schnee musste der alte Zeitplan korrigiert werden. Der Landkreis als Auftraggeber des Schulneubaus hält an einem Einzug in diesem Jahr fest. "Das ist zu schaffen", sagt Ralf Wiedemann, Projektleiter der Firma Ed. Züblin AG, selbstbewusst. "Wir wollen nicht bis zu den übernächsten Sommerferien warten", ergänzt Landrat Siegurd Heinze bestimmt. Dies ist auch nicht der erste Umzug, zumal in diesem Fall nur das "Handgepäck", sprich die Lehrmittel, in ein so gut wie komplett neu ausgestattetes Haus mitzunehmen sei. Es bleibe dennoch eine Herausforderung, weil im Prinzip vier Schulen betroffen sind, sagt Christine Paulan, Projektleiterin des Landkreises. "Eine Arbeitsgruppe beim Landkreis plant den Umzug."Unterdessen drückt Ralf Wiedemann, der Züblin-Ingenieur vor Ort, auf die Tube. Die Bauleute, zumeist Thüringer arbeiten montags bis freitags von 5.30 Uhr bis Mitternacht zweischichtig. Manchmal werde auch eine Sonnabendschicht drangehängt. Der Bau macht täglich Fortschritte. Im 1. Obergeschoss stehen alle Wände, nächste Woche liegt die Decke. Das 2. Geschoss nimmt bereits Formen an. "Mitte Mai steht der Rohbau, da bin ich zuversichtlich", so der Projektleiter. Ende April sollen die mächtigen Lüftungsaggregate auf der Auladecke platziert werden. Parallel dazu werden die Dachbinder für die große 3-Feld-Sporthalle geliefert. Und ab 10. Mai soll der Einbau der Fenster beginnen. Mitte März haben sich die Firmen die Außenanlagen vorgenommen. Das überschüssige Niederschlagswasser darf nicht auf dem Gelände versickern, sondern wird in den Südteich geleitet. Hunderte Meter Haupt- und Drainageleitungen werden dafür verlegt. Anschließend beginnt auf dem im Auftrag der LMBV verdichteten Altbergbaugelände die Oberflächengestaltung. Das Stellen des Grundstückszaunes wird bereits vorbereitet. Die Philosophie der Ed. Züblin AG sei es, so Ralf Wiedemann, so viel Wertschöpfung wie möglich in der Region zu belassen. Das heißt, einiges an Material (wie Rohre von den Fränkischen) und Firmen kommen aus der Umgebung, zum Beispiel aus Senftenberg, Großkoschen und Cottbus. Demnächst beginnt der Straßenbau vor dem SeeCampus. Die Schule selbst erhält eine eigene Bushaltestelle. Lauchhammer baut einen Radweganschluss zum Südteich. Noch nicht gelöst ist das Radfahrerproblem in Schwarzheide, wo entlang der Lauchhammer Straße ein zweiter Radweg fehlt. Ein kilometerlanger Neubau soll nach den Worten des Landrates nicht angelegt werden. "Aber es wird eine Lösung geben", kündigt er an.