Eine Untersuchung von 20 schwarzen und farbigen Tätowierfarben, die das Verbrauchermagazin Öko-Test für die Januar-Ausgabe durchgeführt hat, zeigt, dass jede dritte Farbe nicht hätte verkauft werden dürfen. In ihnen stecken krebserregende und krebsverdächtige Substanzen. In gelben und grünen Farben hat das Labor etwa aromatische Amine gefunden. Diese krebserregenden Stoffe sind nach der deutschen Tätowiermittelverordnung verboten. Eine andere Farbe enthielt krebserregende Nitrosamine.

Die Substanzen kommen als Verunreinigung mit den Pigmenten in die Tattoofarben, was laut Tätowiermittelverordnung ebenfalls verboten ist. Im Schwarz zweier Marken wurden polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe nachgewiesen - in Gehalten, für die die deutschen Kontrollbehörden einen Verkaufsstopp verhängen würden. Die krebsverdächtigen PAK-Rückstände entstehen bei der Herstellung von Rußschwarz. Ihr Nachweis zeugt von schlechter Qualität des Rußpigments. Öko-Test entdeckte zudem krebsverdächtiges Formaldehyd/-abspalter und Konservierungsmittel wie Benzoisothiazolinon, das ein hohes Potenzial besitzt, für eine Kontaktallergie zu sensibilisieren. In sieben Produkten stecken halogenorganische Farbstoffe und in zwei das Allergen Nickel.

Tatoofarben werden wie Arzneimittel unter die Haut gestochen. Funde in Lymphknoten deuten darauf hin, dass die Farben nicht dort bleiben.

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