Dass sich sein Leben und das seiner Familie fortan gründlich ändern werden, ist dem nunmehr ehemaligen Bürgermeister von Rückersdorf durchaus bewusst. "In meiner Familie wurden schon Wetten abgeschlossen, wie oft sie mich wohl künftig in der Woche sehen werden", bekannte Jaschinski verschmitzt. Dass der verheiratete Vater zweier Kinder die Arbeit aber nicht scheut, sich vielmehr auf sie und den damit verbundenen Stress freut, daraus macht der neue Landrat aber keinen Hehl. An möglichen Terminen dürfte es wohl kaum fehlen. Bereits gestern traf er sich mit den Dezernenten des Hauses und im Anschluss daran mit den Amtsleitern. Geplant sind in naher Zukunft zudem Antrittsbesuche in den benachbarten Landkreisen und den wichtigsten Ministerien des Landes. Seine ersten öffentlichen Auftritte wird Christian Jaschinski als Landrat bereits am Samstag in Finsterwalde bei der Grundsteinlegung des neuen Campus sowie am Sonntag aus Anlass der 2. Gewerbeschau des Handwerks und Dienstleistungsgewerbes in Doberlug-Kirchhain haben.Was die Besetzung von wichtigen Personalien im unmittelbaren Umfeld des Landratsbüros betrifft, so sind laut neuem Landrat noch keine Entscheidungen gefallen. "Diese Aufgaben stehen in den nächsten Tagen an", blickt Jaschinski voraus. Fest steht nur, dass er mit Dienstantritt von allen bisherigen Ämtern zurückgetreten ist. Das Amt des Bürgermeisters in Rückersdorf bekleidet bis zur Neuwahl, die in den kommenden drei Monaten abgehalten wird, dessen Stellvertreterin Marina Zörner. Den Fraktionsvorsitz der CDU im Kreistag übernimmt kommissarisch Anja Heinrich, und als Vorsitzender der Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserverbandes Westniederlausitz agiert nunmehr Jaschinkis bisherige Vertreterin Silke Neisser.