Junge Fahrer gelten als größte Risikogruppe in Sachen Unfallhäufigkeit. Folgende Hinweise geben Experten der Deutschen Verkehrswacht (DVW), vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR), der Unfallforschung der Versicherer (UDV) sowie der Automobilclubs für die ersten Fahrten. Das Auto ist bei jungen Menschen oft ein günstiger Gebrauchter. Doch das Schnäppchen kann auf Dauer wegen der Reparaturen teuer werden. Und oft fehlen Sicherheitsextras wie ABS und ESP. "Zu empfehlen ist auf jeden Fall ein Neuwagen mit ESP - der muss gar nicht viel teurer werden als ein reparaturanfälliger Gebrauchter", rät Kay Schulte vom DVR.Tempo reizt - vor allem am Beginn der Fahrerkarriere, weil es neu ist und ein Stück Freiheit bedeutet. "Als Anfänger hat man aber zu wenig Fahrerfahrung und weiß nicht, wie sich der Wagen in kritischen Situationen verhält", warnt Hannelore Herlan von der DVW. Deshalb: Langsam rantasten und sich nicht an anderen Fahrern orientieren.Beifahrer werden gern eingeladen, den Führerscheininhaber und sein Können zu bewundern. Aber wenn alle durcheinander reden und den unerfahrenen Lenker irritieren oder gar zum Überholen auffordern, wird es schnell kritisch. Daher besser vorab schon um Ruhe bitten.Nachtfahrten stehen immer wieder vor allem an den Wochenenden auf dem Programm, wenn es von einer Feier heim geht. "Dunkelheit und Müdigkeit machen Nachtfahrten zu den risikoreichsten Fahrten", sagt Kay Schulte. Wer fährt, muss also möglichst ausgeruht sein.Langstrecken sollten Fahranfänger sich aufsparen, bis sie genügend Erfahrung gesammelt haben. Grundsätzlich rät Klaus Brandenstein von der UDV, spätestens nach 100 bis 150 Kilometern eine Pause einzulegen. Die Vorfahrt, das weiß der Neuling noch aus der Fahrschule, muss eingehalten werden. Mit zunehmender Erfahrung fühlen sich Fahrer aber immer sicherer und glauben, mutiger sein zu können. Daher sollte darauf geachtet werden, die erlernten Regeln im Kopf zu behalten.Stress kann schnell zu einer gefährlichen Situation führen. Anfänger sind nicht selten damit überfordert, das Verkehrsgeschehen im Auge zu behalten und gleichzeitig Schaltung, Kupplung, Lenkung und diverse Hebel zu bedienen. Daher ist es keine schlechte Idee, zunächst Fahrten zu Uhrzeiten mit viel Verkehr zu vermeiden.Einparken ist sicher nicht das Lieblingsmanöver junger Autofahrer - und ungeschicktes Herumgekurve kann leicht peinlich werden oder in einem Blechschaden enden. Doch Training hilft: Zum Beispiel, wenn am Wochenende mit ein paar Hilfsmitteln Übungs-Parklücken aufgebaut werden.