„Angesichts der Erfolge, die der Förderverein und der gesamte Gewässertourismus auf der Schwarzen Elster verzeichnen, bin ich gern bereit, das Thema Wasserstation München noch einmal aufzugreifen”, äußerte er im Beisein zahlreicher Besucher, unter ihnen Landrat Christian Jaschinski (CDU) und Andreas Claus (parteilos), Bürgermeister von Uebigau-Wahrenbrück. Für Claus selbst war es der Satz des Tages. „Jetzt liegt es an uns, diese Initiative nach Kräften zu unterstützen und ihr einen guten Boden zu bereiten”, sagte er. Auch Jaschinski hat dem Projekt bereits seine Unterstützung zugesagt. „Genau diese Mischung aus Privatinitiative und Unternehmen ist es, die den Regionaltourismus voranbringt”, fügte Claus begeistert an.

Predl, einer der Initiatoren des Gewässertourismus auf dem heimatlichen Fluss, durfte im Anschluss an seine Äußerungen wohlwollend zur Kenntnis nehmen, dass er nicht der einzige Unternehmer ist, der dem Förderverein und dessen Arbeit wohlgesonnen ist. Kleine und mittelständische Betriebe, aber auch Städtepartnerschaften hatten eigens für den Gewässertourismus in die Tasche gegriffen und übernehmen fortan die Patenschaft für eines der neuen Paddelboote, mit denen Touristen von den unterschiedlichsten Startpunkten aus auf der Schwarzen Elster oder ihren Nebenarmen unterwegs sein können. Den Gewässertourismus entwickeln, heißt im Sinne des Fördervereins gleichzeitig Perspektiven schaffen. Etwa durch das Erzielen von Synergieeffekten im Hinblick auf Rad-, Wander- und Reittourismus oder Industriekultur, dem Anbinden der Region an die Lausitzer Seenlandschaft, der künftig größten Wasserlandschaft Europas oder der langfristigen Strukturänderung des Flusses durch die Rückführung der Schwarzen Elster in ihr altes Flussbett.

Mehr als 4,5 Millionen Euro wurden bereits in den Wassertourismus investiert, berichtete Claus. Geld, das man gut angelegt habe und das sich mittelfristig wieder auszahlen werde. Auch wirtschaftlich. Ein Beleg hierfür ist das Café Elsterstübchen in Neumühl. Dessen Besitzerin Elvira Gase nutzte den Saisonauftakt, um sich und ihr Café den Gästen der anschließenden Tagestour vorzustellen. Kleine Perlen auf einer langen Kette nennt Manfred Predl diese und andere Stationen, die der Region in Zukunft ein sicheres Standbein sein könnten. Zumal die touristischen Sehenswürdigkeiten und gastronomischen Einrichtungen in unmittelbarer Nähe des Flusses nicht dünn gesät sind. Die Münchener Absteige und das Gasthaus Bomsdorf, der Schweinert und das Naherholungsgebiet Kiebitz waren daher auserwählte Punkte der anschließenden Tour. 2011, so das Ansinnen des Fördervereins, wolle man sich zum Saisonauftakt in Richtung Kleinrössen und Herzberg orientieren. Vielleicht, so die Hoffnung der Vereinsmitglieder, ist dann auch das Projekt München schon auf einer anderen Ebene. Angesichts des derzeit vorgelegten Elans, sollte daran nicht gezweifelt werden. Video-Nachrichten zum Artikel bc_widget_single({'token':'Yv5Hi9hkfha42V_EyX-LerBxuXGTwWeLQ1A2Qf6PrK0.', 'width':450, 'postfix':'', 'videoIds':[79317998001], 'dir': 'http://www.lr-online.de/mediacenter/videos/', 'playerIds':[21313753001]});