Als die ersten Gratulanten kamen, waren Sabine Fischer und Birgit Kuhrt zunächst einmal ahnungsloa: "Da kamen die anderen Spielerinnen und die Kampfrichter und schüttelten uns die Hände. Und wir mussten erst einmal fragen, wozu sie uns eigentlich gratulieren", erzählt Sabine Fischer. Nein, mit dem Landesmeistertitel im Damen-Doppel hatten die beiden Gubener Bowling spielerinnen nun wirklich nicht gerechnet, und es dauerte einige Tage, bis sie realisiert hatten, welche Überraschung ihnen da gelungen ist. Sechs Mannschaften hatten sich für die Finalrunde in Fürstenwalde qualifiziert. Die Gubenerinnen gingen von Startposition sechs ins Rennen. "Eigentlich hatten wir nur ein Ziel: nicht Letzte werden. Über Platz fünf in der Endabrechnung hätten wir uns schon gefreut", sagt Sabine Fischer. Aber gerade das sei ihr Vorteil gewesen. "Wir sind ganz locker an die Sache herangegangen, hatten keinen Druck", so die 43-Jährige, die seit 2006 im Verein ist und vom Bowling sagt: "Da kann man einfach mal vom Alltag abschalten." Und Birgit Kurth ergänzt: "Die anderen, die fast schon so etwas wie Profis sind und die nach der Vorrunde vor uns lagen, die hatten den Druck, denn die wollten ihre Position verteidigen." Die 29-Jährige ist seit zehn Jahren im Spielbetrieb aktiv. "Bowling liegt mir einfach, das ist genau meine Sportart. Da habe ich gemerkt, dass ich etwas erreichen kann." Lars Krüger, Vorstandsvorsitzender des 1. BV Guben, wertet den Gewinn des Landesmeistertitels als Riesenerfolg. "Das weckt vielleicht bei dem einen oder anderen das Interesse am Bowling und erhöht so die Akzeptanz unserer Sportart." Dazu wollen die beiden Landesmeisterinnen auch künftig ihren Anteil leisten - zum einen mit ihren Mannschaftskameradinnen, in der abgelaufenen Saison Zweite in der Landesklasse Süd. Zuvor jedoch steht in München die Deutsche Meisterschaft an.