17 Modelle in der Preisklasse von 100 bis 150 Euro wurden auf der Piste und im Labor geprüft.

Die Besten im Test. Als besonders empfehlenswert offerieren die Tester das Modell Atomic Xeed Ritual für 120 Euro. Es hat die technische Prüfung als bester gemeistert, besitzt eine gute Passform und ist sehr gut verarbeitet, schreibt das Verbrauchermagazin "test" in seiner Dezemberausgabe. In der praktischen Prüfung liegt der Uvex hypersonic für 140 Euro vorn, der mit sehr guter Passform punktet. Ihm folgt der Zeitschrift zufolge Wintex Elite V44 Racing Gear zum Preis von 120 Euro.

Stoßdämpfung mindestens befriedigend. Für den Ernstfall sind alle getesteten Helme gewappnet, lautet die beruhigende Erkenntnis der Prüfer. Die Stoßdämpfung ist mindestens befriedigend. Ein härterer Aufschlag kann den Helmen also nicht viel anhaben. Auch spitze Gegenstände, beispielsweise Skistöcke, haben keine Chance, die Helmschalen zu durchdringen.

Verletzungsgefahr bei Unfällen. In einem Punkt haben die Anbieter aber ihre Lektion noch nicht gelernt. Nach wie vor bemängeln die österreichischen Tester die Reißfestigkeit der Kinnriemen. Sie öffnen sich bei einem Unfall meist nicht leicht genug. Das kann zu Strangulation und Kehlkopfverletzungen führen, wenn der Skifahrer mit dem Helm an einem festen Gegenstand hängen bleibt. 13 Helme sind hierbei nur ausreichend.

Schalldurchlässigkeit mitunter zu schwach. Skihelme gibt es in zwei Bauformen. Bei Vollschalenkonstruktionen deckt die Helmschale die Ohren ab. Getestet wurden Halbschalenhelme, bei denen die Ohren durch flexible, abnehmbare Polster geschützt werden. Die Ohrschützer sollten schalldurchlässig sein, damit der Skifahrer die Umgebungsgeräusche wahrnehmen kann. Die Helme von Cratoni, Giro, Head und Wintex dämmen Außengeräusche zu stark.

Passform muss stimmen. Neben einem hohen Sicherheitsstandard ist die Passform des Skihelms das wichtigste Auswahlkriterium. Der Helm sollte bei ruckartigen Bewegungen nicht verrutschen. Viele Skihelme verfügen für die Feinjustierung über ein Kopfband. Der Skifahrer stellt es mit einem am Hinterkopf befindlichen Verstellrädchen oder Rasterband enger oder weiter. Salomon und Red versuchen es mit einem Pumpsystem. Der Mechanismus von Salomon funktioniert gut, der des Red-Helmes weniger: Das Luftpolster liegt zu hoch und drückt unangenehm auf den Hinterkopf.

Zum Kauf Skibrille und -handschuhe mitnehmen. Komfortabel ist ein Helm immer dann, wenn sein Träger alle Funktionen auch mit Skihandschuhen einfach einstellen kann. Das gilt für die Riemen, die Belüftung und die Halterung für die Skibrille. Am besten nimmt man neben der Skibrille auch die Handschuhe zum Helmkauf mit, raten die Experten. Skihelm und Brille müssen unbedingt zusammenpassen.

Schadstoffe oft inklusive. Leider sind Schadstoffe auch bei diesem Test ein Thema. Problematisch ist vor allem der Skihelm von Cratoni. Hier fanden die Tester einen erhöhten Gehalt an bestimmten Weichmachern (Phthalate), die als gesundheitsgefährdend eingestuft werden. Sie können auf den menschlichen Hormonhaushalt wirken und die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. Ausführlich in "test" 12/12 und unter www.test.de