Die Preisverleihung wird am Abend des 5. November im Rahmen eines Konzertes der Preisträger des regionalen und internationalen Graun-Wettbewerbes in Bad Liebenwerda stattfinden. Für Letzteren haben jeweils fünf Solisten und Ensembles aus Deutschland und der Schweiz zugesagt. Zu ihnen gehört auch die Kurstädterin Christin Tellisch, die als einzige an der Orgel antreten wird.

Zurück zum regionalen Wettbewerb. Die Musiker müssen vor einer vierköpfigen Jury bestehen. Gewinnen konnte Kulturamtsleiter Andreas Pöschl Wolfgang Katschner, künstlerischer Leiter der Lautten Compagney Berlin, sowie den Dirigenten, Musiker und Fachmann für Alte Musik Ludger Rémy aus Dresden. Wie in den Vorjahren auch sind Thomas Hettwer von der Sparkassenstiftung und Kreismusikschulchef Siegfried Fritsche im Bewertungsgremium vertreten. Und das sind die Teilnehmer:

Blockflötenquartett: Anne-Marie Balzer (13) aus Bad Liebenwerda, die zwei Dobraerinnen Lisa Schlichting (12) und Annika Meusel (10) sowie Niklas Kraske (14 ) aus Tröbitz erhalten seit mehreren Jahren Unterricht von Elke Bachmann in der Bad Liebenwerdaer Regionalstelle der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“. Seit gut einem Jahr musiziert das Quartett jeweils montags gemeinsam. Ihren ersten gemeinsamen Auftritt absolvierten die Vier im vorigen November, außerdem spielten sie beim Weihnachtskonzert der Musikschule auf Gut Saathain mit.

Blockflötentrio: Die zwei Mühlbergerinnen Rahel Höpner (13) und Sophia Wurch (11) sowie Sandra Hoppe (13) aus Koßdorf proben seit August 2010 regelmäßig im Diakonat Mühlberg, wo sie seit einigen Jahren ihren Blockflötenunterricht von Elke Bachmann erhalten. Beim diesjährigen Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Finsterwalde erreichten sie in der Bläserensemble-Wertung einen ersten Preis.

Friederike Seifert: Die 14-jährige Schülerin aus Wahrenbrück besucht das Evangelische Gymnasium in Doberlug-Kirchhain. Ihr Instrument ist die Altblockflöte. Seit zehn Jahren nimmt sie Unterricht in der Kreismusikschule. Der regionale Graun-Wettbewerb ist für sie kein Neuland. 2005 erhielt sie einen Sonderpreis. Am Freitag wird sie von Johanna Zmeck am Basso Continuo begleitet. Sie ist Lehrerin an der Kreismusikschule und musiziert im Cello-Piano-Duo mit Nassib Ahmadieh.

Jessica Obst: Die Falkenbergerin spielt Querflöte und hat seit sieben Jahren Musikschulunterricht. Die 15-Jährige besucht das Phillip-Melanchthon-Gymnasium in Herzberg. Bei „Jugend musiziert“ gewann sie bereits zwei erste und einen zweiten Preis. Im vergangenen Jahr nahm sie am „Best of“ der Kreismusikschule teil. Am Klavier begleitet sie ebenfalls Johanna Zmeck.

Sandra Schock: Auf der Altblockflöte wird die 15-jährige Schülerin aus Wahrenbrück ihren Wettbewerbsbeitrag absolvieren. 2004 war sie das erste Mal angetreten. Seit 2002 nimmt sie Musikschulunterricht im Bereich Flöte, seit einigen Jahren auch mit dem Saxophon. Der Flöte ist sie dennoch treu geblieben. An diesem Instrument erhält sie geförderten Einzelunterricht. Am Freitag begleitet sie die 16-jährige Musikschülerin Katharina Damm aus Nieska am Klavier.

Sandra Schollbach: Die 15-jährige Schülerin ist in Tröbitz zu Hause. Seit 2003 hat sie Klavierunterricht an der Kreismusikschule und sogar schon ein eigenes Stück komponiert. Bei „Jugend musiziert“ erreichte sie im Jahr 2008 einen zweiten Platz. Sie wird vom Streichorchester der Musikschule unter der Leitung von Antje Schaffranietz begleitet.

Kurstadtsingkreis Bad Liebenwerda: Vier Stücke haben die Frauen und Männer des Kurstadtsingkreises vorbereitet. Ihr Ansporn war groß – immerhin gewannen sie vor zwei Jahren in der Wertungskategorie „Chor“, nachdem die bereits 2003 und 2005 teilgenommen hatten. Das musikalische Erbe der Brüder Graun gehört in bescheidenem Umfang zum Repertoire des gemischten Chores, der 1993 unter der Leitung von Elke Bachmann gegründet worden war. Die Kulturpreisträgerin leitet auch heute wieder die Sänger an, nachdem diese Aufgabe bis 2010 sieben Jahre lang Wiltrud Müller übernommen hatte.