Auf der Suche nach neuen, frischen Ideen für eine Ausstellung, die künftig auf den IBA-Terrassen gezeigt wird, ist die Stadt Großräschen fündig geworden. Drei renommierte Büros aus Cottbus, Görlitz und Berlin haben ihre Konzepte bei einem Wettbewerb um die beste Idee eingereicht. Die Jury überzeugt hat der Entwurf von Franziska Berge von der Berliner Agentur index. Die neue Schau soll die bisherige Ausstellung, in der die verschiedenen Projekte der Internationalen Bauausstellung (IBA) gezeigt werden, ablösen. „Sie soll so sinnlich wie möglich sein“, formuliert die Agenturleiterin nach der Preisvergabe den Anspruch.

In der Ausstellung soll die alte, dunkle Kohle-Welt mit der neuen, blauen Wasser-Welt verbunden und gegenübergestellt werden. Die Ausstellung will zeigen, wie der Landschaftswandel vollbracht wird und welche Emotionen er auslöst. Es wird einen Abbauplatz für Kinder zum Spielen geben, ebenso wie ein Tauchbecken und ein kleines Ruderboot. Zu den Exponaten gehören die Maschinen, die für den Tagebau gebaut wurden, und die ersten Entdecker der Kohle. Für die Besucher soll auch der typische Kohle-Geruch erlebbar gemacht werden.

„Das Konzept stellt den Wandlungsprozess in den Mittelpunkt und keine technischen Raffinessen“, lobt IBA-Geschäftsführer Rolf Kuhn. „Der Entwurf entspricht am meisten dem, was wir uns unter dem Motto ‚Vom Revier zum Seenland' vorgestellt haben“, begründet er die Jury-Entscheidung in der Laudatio.

Bürgermeister Thomas Zenker (SPD) zeigt sich überzeugt, dass die neue Ausstellung das Seenland bereichern werde. „Sie ist innovativ und sympathisch wie unser Lausitzer Seenland.“ Die Suche nach passenden Partnern zur Umsetzung der Ideen beginne Anfang des Jahres. Die Ausstellungsmacher rechnen mit Projektkosten in Höhe von bis zu 150 000 Euro. Wann sich die Türen zur Ausstellung öffnen, darauf wollte sich der Rathauschef bei der Preisvergabe nicht festlegen lassen. „Nicht irgendwann, aber vielleicht in zwei Jahren“, ließ er sich später entlocken.