"Anfangs hatte ich eine kleine Kompaktkamera, mit der ich mich ausprobiert habe", erzählt sie. Nach einer erfolgreichen Teilnahme an einem Fotowettbewerb in Berlin sei sie im Jahre 2006 in die analoge Spiegelreflextechnik eingestiegen. Ein Jahr darauf folgte die digitale Kamera.Die Technik ist die eine Seite, die Handhabung eine andere. "Ich habe bei der Fotografie immer experimentiert", erzählt sie. Durch Internetforen und Fachliteratur sei sie auf die vielen Möglichkeiten gestoßen, die heute auf ihren Fotos für Aufmerksamkeit sorgen. "Ich versuche, viel mit Licht und Schatten zu arbeiten."Porträts, die einen Teil der Ausstellung ausmachen, zeigen Gesichter und Körperteile in Schwarz-Weiß. "Das Bild muss eine Geschichte erzählen", betont Romy Winkler. Ihre farbstarken Stillleben sind Ausdruck ihrer Kreativität. Mit einem Tropf als Hilfsmittel entstand aus gefärbtem Wasser eine faszinierende Aufnahme. Nichts sei durch Computerprogramme verändert worden. Drei nebeneinander stehende, gefüllte Weingläser versetzen den Betrachter ins Grübeln, weil dort der Flüssigkeitsstand entgegen jeder Erfahrung schräg zu sehen ist. Wenn Romy Winkler Landschaften und Städte bei Reisen fotografiert, überlasse sie nichts dem Zufall. Ihre Ausstellungsfotos bei Nacht aus Paris, London, Prag sowie Cottbus zeugen von Perfektionismus. "Da habe ich mit dem Stativ gearbeitet." Die Ausstellung ist bis Mitte Mai zu sehen. Adelheid Floß