Aufgeregt stapft das Zebra in der Turnhalle der Grundschule auf und ab. Es erwartet Besuch. Das Schaf Mandy will zu ihm in die Stadt kommen. Doch weil es sonst nur seine Wiese kennt, muss ihm das Zebra erst einmal erklären, wie man sich richtig im Straßenverkehr verhält.

Freudestrahlend erzählt das Schaf seinem Freund, dass es zum ersten Mal mit dem Bus gefahren ist. „Aber erst wollten sie mich nicht reinlassen und dann hat der Busfahrer mir den Kuchen weggenommen“, beschwert sich Mandy entrüstet.

Zwei Fehler habe sie gemacht, erklärt das Zebra seiner Freundin. Erst die anderen aussteigen lassen und dann selbst einsteigen, so laute die Regel. Essen dürfe man im Bus auch nicht. „Und man darf im Bus nicht rumrennen?“, fragt Schaf Mandy mit staunenden Augen. „Neiiiiin“, ruft der vielstimmige Chor der Grundschulkinder. Sie wissen genau, wie man sich im Bus verhalten muss, haben ihr Wissen gerade erst vor einer Theaterfahrt aufgefrischt.

Eine Ampel kennt das Schaf Mandy auch nicht und so erklären ihm die Kinder, welche Bedeutung die Farben Rot, Gelb und Grün haben. Mandy erfährt, dass der Zebrastreifen seinen Namen von seinem Freund bekommen hat. Schließlich erklärt das Zebra seiner Freundin noch die wichtigsten Verkehrsschilder. „Das war eine gute Wiederholung, das Hauptstraßenschild hatte ich schon vergessen“, erzählt die neunjährige Luisa Herrmann. Ihre Klassenkameradin Juliette Peisker aus der 3a hat die Bedeutung des Vorfahrtsschildes aufgefrischt. „So viel wie das Schaf kann man eigentlich gar nicht falsch machen“, stellt die Achtjährige fest. „Ich hab dem Schaf erzählt, dass man dem Busfahrer nicht stören darf“, berichtet der Erstklässler Niklas-Willi Buchwald. Es sei wichtig, dass sich die Thematik Verkehrssicherheit durch das Schuljahr hindurch ziehe, erklärt die Klassenlehrerin der 1b, Diana Groschke-Rupnow. . „Es war gut, dass die Theatergruppe die Kinder einbezogen hat. So mussten sie selbst nachdenken und konnten ihr eigenes Wissen einbringen“, ergänzt die Pädagogin.

Zum Thema:

ZUM THEMADie ZeBra-Theater-Tour ist eine Aktion der Verkehrssicherheitskampagne des Landes Brandenburg „Lieber sicher – lieber leben“, die von den Schauspielern Sebastian von Merveldt, Julia Becker und Jennifer Dimke an 20 Schulen im Land aufgeführt wird. Für die Bewerbung hatten die Schüler der zweiten und dritten Klassen der Golßener Grundschule an einem Mal- und Schreibwettbewerb teilgenommen.