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Mit dem Bochum-Schwung nach Aue

Andreas Richter, Trainer der A-Jugend des FC Energie.
Andreas Richter, Trainer der A-Jugend des FC Energie. FOTO: ski1
Cottbus. Mit der Auswärtspartie beim FC Erzgebirge Aue startet Energie A-Jugend am Samstag ins Punktspielprogramm der Regionalliga. Der ordentliche Auftritt beim Pokalspiel gegen Bundesligist Bochum muss das Maß der Dinge bei der in die Regionalliga abgestiegen Mannschaft sein, sagt Trainer Andreas Richter im LR-Interview. Georg Zielonkowski / ski1

Andreas Richter, Bochum war am Ende eine Nummer zu groß. Halten Sie als Trainer Ihr Team für tauglich, in der Regionalliga-Spitze mitzumischen, um am Ende möglichst ganz vorn zu stehen?
Richter Zunächst mal bleibe ich dabei, dass die Jungs das vor zwei Wochen richtig gut gemacht haben und sich lange erfolgreich gewehrt haben. Diese Erfahrung müssen wir nun in neuer Umgebung nutzen. Und als Absteiger wollen wir natürlich zeigen, dass wir in die Spitzengruppe gehören. Jetzt aber gleich wieder von Aufstieg zu reden, halte ich für nicht dienlich. Aber nach acht oder zehn Spielen können wir gern darüber sprechen.

Weshalb die Reserviertheit? Es ist doch das Los eines jeden Absteigers, gleich mal in die Favoritenrolle gedrückt zu werden?
Richter Mag sein, aber in erster Linie sollen wir auch in Betracht ziehen, dass wir unsere Spieler weiterentwickeln wollen, damit sie den nächsten Schritt dann in den Männerbereich gehen können. Wir wissen doch alle, dass wir unsere Mannschaft völlig neu formiert haben. Freilich sind die ehemaligen Kicker aus unserer U17 mit dem Schwung und dem Selbstvertrauen ihres Bundesliga-Aufstiegs zu uns gewechselt. Nun gilt es, diese Jungs mit den vorhandenen Spielern der U19 aus dem letzten Jahr zu einer geschlossenen Einheit zu formen. Wir haben 22 Spieler und drei Torhüter im Kader. Über die Saison betrachtet, werden wir alle Spieler brauchen. Also muss die Qualität aller Akteure relativ gleich gut sein, um Ausfälle durch Verletzungen oder Sperren ausgleichen zu können.

Welche Ab- und welche Zugänge können Sie vermelden?
Richter Die Spieler, die nun in den Männerbereich gewechselt und bei Energie nicht untergekommen sind, haben den Verein verlassen. Aber manche werden wir wiedersehen. So zum Beispiel Igli Cami, der zu Regionalligist Altglienicke gewechselt ist. Als einzigen Neuzugang haben wir einen dritten Torhüter unter Vertrag genommen. Nash-Daniel Amankona heißt der junge Mann, der von BAK Berlin zu uns gestoßen ist.

Nach wie vor gilt die A-Jugend als letzte Stufe vor dem Einstieg in den Männerbereich. Wen sehen Sie als nächste Kandidaten, die bei Claus Dieter Wollitz einsteigen könnten?
Richter Ein Leon Schneider, der schon am Männertraining teilgenommen hat, steht ja bei Pele Wollitz schon länger auf der Liste. Auch einen Niklas Geisler sehe ich auf einem guten Weg. Aber auch alle anderen Spieler haben die Chance, sich mit guten Leistungen im Trainings- und Wettkampfbetrieb für Höheres zu empfehlen. Letztendlich ist jeder Spieler auch mitverantwortlich für seinen Weg, den er gehen möchte.