Zusätzlich wurde der amüsante Spielfilm des 67-jährigen IBA-Städters mit dem Minutenkunstpreis der Wettbewerbsjury ausgezeichnet. "S.O.S." erzählt vom dringenden Bedürfnis eines Autofahrers, der sein Geschäft im Gebüsch dennoch erst mit einem Trick verrichten kann. Nur ein Anruf bei der besseren Hälfte und die eilige Bitte, im heimischen Bad einen Wasserhahn aufzudrehen, setzen auch beim hilflosen Autofahrer den körperlichen Wasserstrahl in Gang. "Die filmische Idee stammt aus einem Buch des Kabarettisten Dr. Eckart von Hirschhausen. Ich war mir recht sicher, dass dieser Witz durch die Aussagekraft der Bilder auch bei den Cineasten zündet", resümierte Michael Franke seinen Erfolg mit dem Streifen "S.O.S.". Traditionsgemäß wurde der Sieg beim Deutschen Minutenwettbewerb in einer K.o.-Runde mit den besten 16 Produktionen durch eine Abstimmung des Publikums ermittelt. Die 60-Sekunden-Streifen "Alkohol ist tödlich!" und "Das ist ja die Höhe!" aus der Ideenfeder der Senftenberger Videofilmer belegten am Ende den geteilten dritten Platz. Bei den Deutschen Amateur-Filmfestspielen in Krefeld entscheidet sich jetzt Mitte Mai, ob sich ein Lausitzer Minutenfilm sogar für die diesjährige Weltmeisterschaft in der Schweiz qualifizieren kann.Insgesamt konnten die veranstaltenden Videofilmer aus Senftenberg bei den 2. Internationalen Kurzfilmtagen etwa 120 Cineasten begrüßen. "Wir hatten erneut Filmfreunde aus ganz Deutschland zu Gast, die zusammen mit uns am Wochenende auch das 30-jährige Vereinsbestehen gefeiert haben", sprach der Klubvorsitzende Dr. Frank Dietrich von einer gelungenen Veranstaltung. Im Hauptwettbewerb des Filmprogramms liefen diesmal 17 Produktionen aus und über Spanien. Eine internationale Jury verteilte die Preise und Platzierungen für die Filmautoren.