So wurde der 82-Jähige von der Deutschen Verkehrswacht mit dem goldenen Lorbeerblatt für 50 Jahre unfallfreies Fahren im Straßenverkehr ausgezeichnet.

Eigentlich sind es jedoch 65 Jahre, denn am 25. September 1946 hatte er mit einer Sondergenehmigung der damaligen Landesregierung Sachsen-Anhalt mit 17 Jahren die Prüfung für den Führerschein der Klasse 3 (bis 3,5 Tonnen) bestanden. Nach dem Krieg gab es noch keine Fahrschule und die theoretischen und praktischen Kenntnisse mussten selbst erarbeitet werden. Die praktische Fahrausbildung konnte er auf den Kleintransporter seiner Eltern machen. Es war ein „Framo“ (Baujahr 1938), ausgerüstet mit einem 500cm{+3} zwei Zylinder luftgekühlten Benzinmotor, ein Vorgänger des Trabant 500. Dieses Auto hatte in Hohenleipisch den Zweiten Weltkrieg unversehrt überstanden.

Nach bestandener Prüfung wurde Kurt Rümpel mit dem Auto in der Gemeinde Hohenleipisch eingesetzt, um die Einwohner mit rationierten Lebensmitteln zu versorgen. Dringende Krankentransporte zum Kreiskrankenhaus Lauchhammer gehörten auch dazu. In den folgenden Jahren kamen weitere Fahrprüfungen für andere Fahrzeugklassen hinzu.

Mit dem eigenen und anderen Fahrzeugen hat er in den 65 Jahren etwa 650 000 Fahrkilometer zurückgelegt. Heute, mit 82 Jahren, fährt Kurt Rümpel mit seiner Ehefrau Christa fast täglich mit dem Auto: zum Einkaufen, zum Erholungsgebiet „Grünewalder Lauch“, in diesem Jahr in den Urlaub an die Ostsee und in den Wald zur Ausübung seiner größten Leidenschaft, der Jagd.

Er hofft, dass er auch in diesem Jahr mit seinem Suzuki-Baleno Kombi die 15 000 Fahrkilometer erreicht.