Gleich zur Eröffnung zeichnete Wilfried Büchner gemeinsam mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden des Kreistages Lutz Kilian und Amtsdirektor Andreas Dommaschk mit Ilona Lehmann vom Heimatverein, Cornelia Buchhold vom Landfrauenverein, Hartmut Krause vom SV Aufbau Oppelhain und Mathias Knoblich von der Freiwilligen Ortsfeuerwehr für das Gemeinwohl engagierte Oppelhainer Bürger aus. Zwar konnte Brandenburgs Minister Vogelsänger als Schirmherr des Mühlentages nicht anwesend sein, aber die finanzielle Spritze von 5000 Euro aus seinem Infrastrukturministerium glänzte als neue Überdachung über der Veranstaltungsfläche. Da Kerstin Hansen von der Doberluger historischen Gertruden Apotheke über die Hansen-Stiftung noch 1000 Euro zuschoss, ist die Hälfte der Gesamtkosten von 12 000 Euro aus Fördermitteln geflossen.

Nach den Hit-Quirlis von Doris Jantz mit dem fünfjährigen Florian Kaiser als singendem Fußballfan fühlte sich die Big-Band Bad Liebenwerda unterm neuen Dach pudelwohl. Mit Glenn-Miller-Melodien und anderen Klassikern begeisterten sie das Publikum am Vormittag. Mit besonderem Sound ließen die Musiker um Kerstin und Michael Kreher, die beste Big-Band Brandenburgs geworden sind, zum Tag der Einheit auch den Sonderzug nach Pankow fahren. Kita-Kinder und Gordener Männerchor sorgten auf der Bühne weiter für gute Laune bei den Besuchern.

Gut gelaunt war vor allem Christian Schmidt aus Finsterwalde-Nehesdorf. Nachdem er sich im vergangenen Jahr beim Wettbewerb um den schwersten Kürbis noch geschlagen geben musste, reichte diesmal sein 140 Kilogramm Koloss. Enrico Burigk aus Friedersdorf kam ihm mit 106,5 Kilogramm am nächsten. ,,Damit kann man vor allem gut angeben“, schmunzelte Christian Schmidt auf die Frage, was man mit so einem dicken Kürbis anfangen kann. Mit Staunen betrachteten die Besucher auch die vielen Gewächse von Kartoffel bis Zucchini.

Vor allem Kinder waren begeistert von den kleinen Rackern der Hörnchenzuchtfarm Plessa und dem neuen Feuerwehrauto TSF-W, während die Großen die Landmaschinentechnik Schlieper und der Agrargenossenschaften in Augenschein nahmen, sich von Hobbymüller Hans-Jörg Feller durch die Paltrockmühle führen ließen, das JaFöPa Naturpapier zum Gestalten von Jana Förster aus Gröditz kennen lernten oder einen Abstecher in den Kräutergarten machten. Und den ganzen Tag über schmeckten die Kuchen der Landfrauen, die Bratwürste aus Jagsal und der Tropfen vom Weinhändler Edwin Uhl aus Rheinhessen.