Nach der Zusammenlegung der Finanzämter Finsterwalde und Calau ist das ehemalige Wohnheim ab September dann auch Arbeitsstätte für etwa 100 Finsterwalder.

Für die ist der Umzug nach Calau allerdings teilweise "hart", sagte Wolfgang Lehnert. Der Vorsteher des Finanzamtes machte im Gespräch mit Minister Markov auf die Probleme einer Fusion aufmerksam. Für viele der Bediensteten sei es nach der Zusammenlegung der Ämter Herzberg und Finsterwalde nun der zweite Ortswechsel. Diese müssten etwa 80 Kilometer bis zum Arbeitsplatz zurücklegen, für eine Strecke. Auch für Mütter mit Kleinstkindern - der Frauenanteil liegt bei etwa 95 Prozent - sei ein Wechsel nicht leicht. Bis auf zwei Ausnahmen habe sich die Härtefall-Liste aber von Rot und Gelb auf Grün umgeschaltet, so Lehnert.

Markov räumte bei der Umsetzung "eine Menge organisatorische Probleme" ein. Das sei aber normal. Letztlich sei man auf viel Verständnis gestoßen.