Vier Insassen von Autos wurden in Deutschland von Bäumen erschlagen. In Schleswig-Holstein wurde eine Frau von einer umstürzenden Mauer erschlagen. Bereits am Sonntag starb in einem See in der Nähe von Köln ein Segler, nachdem er mit seinem Boot gekentert war. Bei Sundern im Sauerland ertrank ein Angler. In Großbritannien starben am Montag vier Menschen, in den Niederlanden, in Frankreich und in Dänemark je einer.

Tief "Burkhard" und Orkantief "Christian" hatten von Westen her Regenfälle und Orkanböen bis Stärke zwölf über Teile Europas gebracht. Besonders in Norddeutschland herrschte Bahn-Chaos, weil Züge ausfielen. Vielerorts kippten Lastwagen auf Straßen. Flugzeuge blieben am Boden. In Frankreich und Großbritannien waren Hunderttausende Haushalte ohne Strom. Nachdem "Christian" in der Nacht zu Montag in Großbritannien gewütet hatte, zog das Orkantief am Montag nach Deutschland.

Vor allem der Norden wurde hart getroffen. Spitzenreiter bei den Sturmgeschwindigkeiten war laut Deutschem Wetterdienst (DWD) St. Peter-Ording mit 173 Stundenkilometern. "Das Schlimmste ist jetzt aber durch", sagte ein DWD-Meteorologe.

In der Lausitz verlief der stürmische Tag offenbar glimpflich. Im Laufe der Woche soll der Wind bundesweit abflauen.