Es sei nicht nachweisbar, dass der Angeklagte seine Tochter mit Gewalt zum Geschlechtsverkehr gezwungen habe, hieß es in der Urteilsbegründung. Die Staatsanwaltschaft hatte zuletzt 247 Fälle von Vergewaltigung angeklagt: Sie forderte 14 Jahre Haft für den Mann, der mit seiner Tochter drei Kinder zeugte, von denen zwei starben.

Die heute 46-Jährige warf ihrem Vater im Prozess vor, sie 34 Jahre lang regelmäßig missbraucht und mit dem Tod bedroht zu haben, falls sie ihn verrate. Sie schilderte ein jahrzehntelanges Martyrium, das begonnen habe, als sie ein Teenager war. Der Vater habe sie mit Schlägen eingeschüchtert. Dieser jedoch sprach von einvernehmlichem Sex.

Das Gericht folgte der Darstellung der Verteidigung und begründete das Urteil mit der mangelnden Glaubwürdigkeit der Tochter.