Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) in Berlin muss der Mieter eine Kaution aber nur dann zahlen, wenn dies beim Abschluss des Mietvertrags ausdrücklich vereinbart wurde.
Nach dem Gesetz darf die Kaution höchstens drei Monatsmieten betragen. Gemeint sind Kaltmieten ohne die Vorauszahlungsbeträge für Betriebskosten. Der Mieter muss die Mietsicherheit nicht "auf einen Schlag" zahlen. Auch bis zu drei Raten sind möglich. Die Kaution muss verzinst werden, die Zinsen stehen dem Mieter zu.
Die gängigste Form ist laut DMB die Barkaution. Hier bekommt der Vermieter den Betrag bar ausgehändigt oder überwiesen. Er muss ihn dann auf einem Sonderkonto - getrennt vom übrigen Vermögen - "konkursfest" anlegen. Daneben kann zwischen Mieter und Vermieter auch vereinbart werden, dass als Kautionsform das "verpfändete Sparbuch" gewählt wird. Hier wird der Kautionsbetrag auf ein Konto und den Namen des Mieters angelegt. Dann verpfändet, das heißt übergibt, der Mieter das Sparbuch an den Vermieter.
Verbreitet ist auch die "Bankbürgschaft". Hier stellt der Mieter als Sicherheit eine Bürgschaft seiner Bank in Höhe der Kautionssumme. Das Geldinstitut verpflichtet sich dabei, offene Vermieterforderungen bis zu dieser Höhe zu begleichen. (dpa/sha)