Microsoft-Chef Satya Nadella setzt erfolgreich auf Cloud-Speicher. Doch für Nutzer ist es mit dem unbegrenzten Speicher bei Microsofts Online-Dienst OneDrive wieder vorbei. Das Unternehmen kappt sein unbegrenztes Angebot. Einige Nutzer hätten die Möglichkeit massiv missbraucht und ganze Film-Sammlungen online abgelegt, erklärte Microsoft in seinem Blog. Von einigen Nutzern seien über 75 Terabyte Speicher belegt worden - 14 000 Mal mehr als im Durchschnitt. Künftig werde es beim Abo eine Beschränkung auf ein Terabyte geben - eine übliche Größe auch bei anderen Anbietern wie Apple oder Yahoo. Kunden sollen über die Änderungen informiert werden und dann zwölf Monate Zeit haben, um ihre Daten entsprechend zu reduzieren, sollten sie die nun gesteckte Obergrenze bisher überschritten haben. Das Gratis-Volumen im Online-Speicherdienst OneDrive werde von 15 auf fünf Gigabyte gesenkt. Damit positioniert sich Microsoft allerdings unterhalb des Konkurrenten Google, der mit Google Drive aktuell 15 Gigabyte Speicher bietet. Apple hält das Gratis-Volumen bei fünf Gigabyte. Zudem sollen die Angebote mit 100 und 200 Gigabyte Speichervolumen abgeschafft werden. Bestandskunden seien davon nicht betroffen, betont Microsoft. Neuen Nutzern sollen stattdessen von Anfang 2016 an 50 Gigabyte Speicher für 1,99 Dollar monatlich angeboten werden.

Rivalen wie Apple oder Google hatten zuletzt Cloud-Speicher günstiger gemacht, Microsoft war in dem Konkurrenzkampf zuvor mit dem unbegrenzten Volumen für Abo-Kunden vorgeprescht. Viele Nutzer reagierten mit Unverständnis. Diese "Flip-Flop-Strategie" werde Microsoft eine Menge Kunden kosten, kommentierte ein Nutzer.