Die Leipziger Polizei wollte den Bericht der "Dresdner Morgenpost", der sich auf Quellen bei der Polizei stützt, weder bestätigen noch dementieren. Es sei aber kein Geheimnis, sagte gestern Polizeisprecher Andreas Loepki, dass die Profiler - Fall-Analysten der Polizei - in den vergangenen Tagen versucht hätten, die Persönlichkeit des Täters zu beschreiben. Die Polizei hatte am Wochenende offiziell eine Nachrichtensperre verhängt, um die Ermittlungen nicht zu erschweren. Die Leiche des Kindes war am vergangenen Donnerstag in einem Teich in rund 1,5 Kilometer Entfernung von der Grundschule im Osten Leipzigs gefunden worden.
Der Täter könnte eine Garage, einen Keller oder einen Kleingarten in der Gegend besitzen, schrieb die Zeitung weiter. Dort könnte er die Tat verübt haben. Nach dem Mord versuchte er offenbar, die Leiche in einem nahe gelegenen kleinen Wald zu vergraben. Die Polizei fand eine 1,20 Meter lange, 50 Zentimeter breite und 30 Zentimeter tiefe Stelle, an der jemand versucht hatte, ein Loch zu graben. Die Polizei wollte nur bestätigen, dass es "Merkwürdigkeiten" in der Erde gebe, die untersucht würden.
Eine Schrebergartensiedlung schließt sich direkt an das Waldstück an. Auch der Mörder des vor mehr als einem Jahr in Leipzig getöteten neunjährigen Mitja nutzte eine Kleingartenanlage. In seiner Laube versteckte er die Leiche des Jungen. (dpa/ig)