Vor allem Mitarbeiter der SIAG, unterstützt von Kollegen von Kjellberg Finsterwalde, der voestalpine Draht Finsterwalde GmbH und des Formteile- und Schraubenwerkes Finsterwalde, gingen gestern auf die Straße.

In einem Demonstrationszug, der am Gelände der SIAG im Massener Industrie- und Gewerbepark begann und sich bis zum Verkehrsübungsplatz der Kreisverkehrswacht an der B 96 zog, machten die Teilnehmer lautstark mit Trillerpfeifen und Rasseln auf das Problem prekärer Beschäftigungssituationen aufmerksam.

Der Startpunkt SIAG wurde bewusst ausgewählt, da derzeit in diesem Betrieb Tarifverhandlungen begonnen haben. Ziel sei es dort, so Gewerkschaftssekretär der IG Metall Südbrandenburg, Steffen Schmidt, dass der für Südbrandenburg gültige Flächentarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie anerkannt wird. Die Löhne liegen augenblicklich im gewerblichen Bereich bei 60 Prozent des Südbrandenburger Tarifes.

Mit dabei war gestern auch der Betriebsratsvorsitzende der SIAG Lemjan Allos, der für fairen Lohn und bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße gegangen ist.

Es war bereits der vierte Aktionstag, der seit 2008 vom Internationalen Gewerkschaftsbund jeweils am 7. Oktober organisiert wird. Weltweit gab es gestern etwa 600 Aktionen in mehr als 90 Ländern.