Bei dieser Fußball-Weltmeisterschaft habe ich persönlich verloren. Aber dazu später mehr, Sportwetten sind schließlich Nebensache. Das Wichtige: Es gibt ein europäisches WM-Finale am 15. Juli in Moskau. Ohne Russland allerdings. Das tut mir leid. Anders als als der deutsche Titelverteidiger hat die Nationalmannschaft des Gastgebers nämlich vorbildlich gekämpft. Das Aus im Viertelfinale nach dem Elfmeterschießen gegen Kroatien ist keine Schande.

Lustig, dass der russische Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow seine Truppe als „Wehrpflichtige“ tituliert hat, die sich jetzt so fühlten, als seien sie „zu früh abgezogen“ worden. In Deutschland sind Wehrpflicht und Zivildienst lange abgeschafft. Ob das eine gute Idee war? Das Dienstgefühl der Fußballprofis im DFB-Trikot war zuletzt jedenfalls eher schwach ausgeprägt. An Özil allein lag‘s nicht!

Ich freue mich nun auf die Halbfinals Frankreich gegen Belgien und England gegen Kroatien! Wobei ich hoffe, dass sich England bis ins Finale durchbeißt. Bei Franzosen und Belgiern ist mir das gleich – beide hätten es verdient zu gewinnen.

Apropos. Ich habe, wie gesagt, verloren. Ab dem Achtelfinale bin ich bei unserem internen Tippspiel ausgestiegen. Da wir auch als LR-Team gegen die Mannschaft von der Märkischen Oderzeitung tippen, muss ich mir von einigen nun anhören, dass ich mit meinem Tipp-Boykott die RUNDSCHAU-Quote drücke. Pflichtbewusst überwinde ich also meine Verlierermentalität und tippe zumindest Halbfinale und Finale noch mit. Im Dienst des LR-Teams.

RUNDSCHAU-Chefredakteur Oliver Haustein-Teßmer belegt derzeit Platz 104 von 125 beim Tippspiel.