97 widerrechtliche Ablagerungen sind bis Anfang Dezember von den Ordnungshütern registriert worden, davon 62 auf städtischen Flächen. Das bestätigt Bürgermeister Andreas Fred rich (SPD). Dies sei der Umfang des gesamten Jahres 2010.

In den Jahren 2009 und 2008 waren 62 und 69 solcher Fälle aufgenommen worden. In 176 Einsätzen waren Mitarbeiter der Stadt Senftenberg in diesem Jahr gezielt auf Abfall-Kontrollgängen.

Im Jahr 2010 betrugen die Kosten für das Beräumen illegalen Mülls durch den Bauhof der Stadt allein in Senftenberger Garagenkomplexen ohne die Ortsteile etwa 2600 Euro. „Zusätzlich sind täglich drei Personen auf verschiedenen Routen in der Stadt unterwegs und sammeln den Müll von den Straßen ein“, erläutert das Stadtoberhaupt. Daher Fredrichs Appell an die Bürger: „Die Zeit und die Kosten, die die Stadt in die Entsorgung dieser illegalen Müllhalden investiert, würde ich viel lieber verwenden, um Senftenberg zu verschönern. Wir sollten alle darauf achten, unsere Stadt sauber und ordentlich zu halten – im Interesse der Bürger sowie der vielen Gäste.“

Verursacher der wilden Abfallberge sind sehr oft nicht zu ermitteln. Deshalb wurde die Mehrzahl der widerrechtlichen Müllablagerungen nicht dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz gemeldet. In diesem Jahr sind nur in zwölf Fällen Anzeigen an die zuständige Umweltbehörde erstattet und Ordnungswidrigkeit geahndet worden.