Noch wird das Kastenbrot mit den viel zu kurzen Armen auf Spuren untersucht, doch danach soll die Kultfigur so schnell wie möglich auf den Marktplatz zurückkehren, versichert Stadtsprecherin Inga Hettstedt. Nach der Befreiung der populären Werbefigur wird auch über deren Sicherheit neu nachgedacht. "Wir werden Bernd keine Personenschützer zur Seite stellen können, aber das passiert nicht nochmal", meint Hettstedt. "Wir suchen gemeinsam mit der Polizei nach einer geeigneten Variante, die nicht so offensichtlich ist", gibt sich die Stadtsprecherin aber bedeckt. In einer Internetabstimmung des Kinderkanals zeigten sich am Montag mehr als 53 Prozent froh über das Auftauchen der gestohlenen Figur. Knapp 17 Prozent war es egal, schließlich war Bernd ja noch im Fernsehen zu sehen. Das überlebensgroße Abbild des Grimme-Preisträgers Bernd war im Sommer 2007 - zum zehnten KiKa-Jubiläum - in der Erfurter Altstadt aufgestellt worden. Vor seiner Entführung war das stets nach Ruhe suchende Kastenbrot bereits zweimal Angriffen ausgesetzt. Erst wurde es beschmiert und dann umgeworfen. "Dennoch halte ich es für albern, wenn wir jetzt einen Wassergraben mit Krokodilen um das Denkmal ziehen", sagte der Bernd-Erfinder Thomas Krappweis. dpa/ig