Patienten rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen deshalb, immer die Preise zu vergleichen. Dabei sollten Kunden jedoch aufpassen, dass der mögliche Preisvorteil bei einer Online-Bestellung nicht durch hohe Versandkosten wieder zunichte gemacht wird. Für den Versand verlangen Online-Apotheken nach Angaben der Verbraucherschützer bis zu fünf Euro bei der Bestellung eines einzigen Arzneimittels. Einige Apotheken verzichten darauf, wenn ein Kunde neben freiverkäuflichen auch rezeptpflichtige Medikamente bestellt und zudem eine bestimmte Summe überschreitet.
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hatte im Februar die Preise für eine Packung mit 20 Tabletten des Schmerzmittels Aspirin in landesweit 23 Apotheken untersucht, die neben einem festen Standort auch einen Online-Handel betreiben. Die Tester stellten dabei fest, dass nur eine Apotheke das Medikament deutlich unter der unverbindlichen Preisempfehlung von 4,97 Euro verkaufte. Im Internet dagegen wurde die Packung Aspirin bis zu 48 Prozent günstiger angeboten.
Seit Aufhebung der Preisbindung vor drei Jahren gebe es "keinen plausiblen Grund", weshalb Apotheken an einer starren Preisgestaltung im Vor-Ort-Handel festhielten, während sie das gleiche freiverkäufliche Medikament übers Internet billiger verkauften, monierte die Verbraucherzentrale. Schon eine einzige Stichprobe habe gezeigt, dass viele Apotheken ihren Wettbewerbsspielraum nicht ausschöpften. (AFP/sh) Informationen im Internet: www. vz-nrw.de/arzneimittelversand.de