Insgesamt stellt die Gemeinde 50 000 Euro zur Verfügung. Das haben die Gemeindevertreter erneut einstimmig beschlossen – nachdem der Landrat einen ersten Beschluss beanstandet hat. Der Massener Haushalt sei „nicht so glorreich“, dass man sich eine freiwillige Aufgabe in der Höhe leisten könne, argumentierte man bei der kreislichen Kommunalaufsicht. Kritisiert hat der Kreis auch, dass die Gemeinde mit der Kopfgeldprämie den Erhalt der Schule unterstützt, die aber unter der Regie des Amtes geführt wird.

In der neuen Wohnungsbauförderrichtlinie, die bereits vorab dem Landrat zur Prüfung vorgelegt und von ihm als nicht zu beanstanden bewertet wird, wird nicht auf die Schule, sondern auf die Stabilisierung der Gemeinde abgezielt. Außerdem wird konkret nachgewiesen, woher die Gemeinde die 50 000 Euro nehmen will. „Das Geld kommt in vollem Umfang vom zusätzlichen Verkauf eines Grundstückes, womit eine Neuansiedlung im Gewerbegebiet verbunden ist“, erklärt Amtsdirektor Gottfried Richter.

Die Richtlinie tritt mit ihrer Veröffentlichung am 1. Dezember in Kraft. Seit der Debatte um die Massener Zuzugsprämie hätten sich bereits Interessenten, die in die Gemeinde ziehen wollen, gemeldet, sagt Bürgermeister Wilfried Klähr. Auf den Aufruf, Baugrundstücke bzw. Immobilien für Zuzugswillige in der Gemeinde preisgünstig zur Verfügung zu stellen, hätten sich allerdings kaum Einwohner gemeldet.