Allerdings ging die NTSB nicht so weit zu sagen, dass die Piloten des Propellerflugzeugs mit insgesamt 49 Menschen an Bord gegen Regeln verstoßen hätten. So gebe es keine Hinweise auf wirklich "schwer eisige Bedingungen" in der Unglücksnacht.Die Propellermaschine war in der Nacht zum Freitag beim Landeanflug auf den Flughafen von Buffalo (US-Staat New York) in ein Haus gestürzt. Alle 49 Menschen an Bord und ein Mann am Boden kamen dabei ums Leben. Das Flugzeug war binnen fünf Sekunden nahezu 250 Meter in die Tiefe gestürzt. Erst direkt vor dem Aufprall hatte sich der Autopilot von selbst abgeschaltet, wie NTSB-Sprecher Steve Chealander am Sonntag (Ortszeit) vor Journalisten schilderte.In einem Interview des Senders CNN am Montag sagte Chealander ergänzend, er würde das Verhalten der Piloten aber nicht als "Fehler" charakterisieren. Nach seinen Worten hat die NTSB der Flugaufsichtsbehörde FAA empfohlen, Vorschriften zu erlassen, nach denen in "schwer eisigen Bedingungen" der Autopilot abgeschaltet werden solle, weil etwaige Probleme schneller bei einer Handsteuerung erkannt werden könnten. Die FAA habe solche Regeln aber bisher nicht erlassen. Außerdem hätten zwar die Piloten dem Stimmrekorder zufolge von "bedeutender" Vereisung auf den Tragflächen gesprochen, "aber es war keine ernste Vereisung, die wir gesehen haben". Es hätten auch keine anderen Piloten beim Landeanflug eine Vereisung gemeldet. dpa/ig