„Die Messer sind inzwischen ausgebaut und durch einen Vorsatz ersetzt worden“, erklärt die Neudöbernerin. Plätzchen backen hat für die aus Völschow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) stammende Unternehmerin eine lange Tradition. „Bei uns wurden immer Plätzchen gebacken. Da wir bereits einen Elektroherd besaßen, kamen auch andere Frauen aus dem Dorf in unsere Backstube“, erzählt sie.

Die Rezepte von Mutter Elli und ihren Ehemann Wilfried hatte Marita Müller bei ihrem Umzug in die Lausitz mitgenommen. Leider beschränkt sich die Hilfe des Göttergatten beim jährlichen Adventsbacken ausschließlich auf das Verkosten, seufzt sie. Immerhin sind es rund 20 Bleche, die in der Vorweihnachtszeit in Müllers Backofen geschoben werden. Ihre beiden erwachsenen Töchter, Freunde und Bekannte dürfen sich an den Köstlichkeiten ebenso erfreuen, wie Namensvetterin Marita aus Litauen. Dabei handelt es sich um eine Brieffreundin, mit der Marita Müller 1968 seit einer Aktion der DDR-Jugendzeitung „Junge Welt“ in Kontakt steht und die einen Tag vor Heiligabend Geburtstag hat.