Auf das Urteil (Az.: 23 UF 1041/11) weist der Deutsche Anwaltverein hin.

Die Frau wollte sich vor Ablauf des Trennungsjahres scheiden lassen. Ihr Mann habe ihr gedroht und ihr auch gesagt, "dass sie nicht lebend" vom Hof komme, dabei einen Hammer in der Hand haltend. Zusätzlich habe er gedroht, das Haus anzuzünden.

Das Amtsgericht Dresden hatte die vorzeitige Scheidung abgelehnt. Durch ein Gewaltschutzverfahren habe sich die Situation zwischen den Ehepartnern zwischenzeitlich beruhigt.

Die Frau legte mit Erfolg Beschwerde dagegen ein. Das Oberlandesgericht Dresden sah die Drohungen als unzumutbare Härte an. Daran ändere auch das Gewaltschutzverfahren nichts. Dies sei ein Mittel, um die Frau vor erneuten Bedrohungen zu schützen. Die Fortdauer der Ehe könne ihr dennoch nicht zugemutet werden.