Die Ersten auf dem Parkett waren Heike Ludwig und Silvio Kloß aus Sacro. "DJ Sven bekommt von uns für seine Musikauswahl eine glatte Eins", verkündeten sie. Doch trotz aller Unbeschwertheit gab es auch nachdenkliche Töne. "Einwandfrei" fanden beide die Idee von Manitu-Wirt Frank Pfitzmann, auf Silvesterböller zu verzichten und stattdessen die Clownsprechstunde der Kinderkrebsklinik in Cottbus zu unterstützen. "Statt das Geld sinnlos in die Luft zu jagen, wird den Kindern wieder Lebensmut gegeben", würdigten sie.

Die "schöne stimmungsvolle Atmosphäre im Haus" lobte Party-Besucherin Karin Bosse aus Forst. Die böllerfreie Zone sei ein angenehmer Nebeneffekt der Feier. Angelika Grätz aus Forst feierte das erste Mal im Manitu und erfuhr erst im Laufe des Abends von der Aktion "Spenden statt Böller". "Das ist eine ganz wunderbare Idee", sagte sie.

Auch Ines und Andreas Puder aus Groß Schacksdorf füllten das Spendenglas auf dem Tresen mit einem Schein auf. Insgesamt zählte Frank Pfitzmann in den Morgenstunden des neuen Jahres 620 Euro. "Das ist Wahnsinn!", sagte er überwältigt. "Damit haben unsere Gäste das durchschnittliche Ergebnis der Vorjahre fast verdreifacht".

Wer das Ergebnis der Aktion noch verbessern möchte, hat bis zum Monatsende dazu Gelegenheit. Auch Einwohner, die das Manitu-Team bei der Übergabe der Spende in Cottbus begleiten und sich vor Ort umschauen möchten, sind willkommen. "Ich habe selbst drei Kinder und weiß, wie schnell das Glück sich drehen kann", sagte der Wirt, für den diese Aktion eine Herzensangelegenheit ist. Persönliche Vorsätze zum Jahreswechsel sind bei ihm jedoch Fehlanzeige. "Ich nehme das Leben, wie es ist, und bleibe auch im Jahre 2013 optimistisch".