Bei privat vermieteten Anlagen dagegen kann der Reisende nicht während des Buchungszeitraums kündigen - es sei denn, es handelt sich um nachweisbar gravierende Mängel. Darauf weist die Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer hin.
Damit eventuelle Ansprüche auf Schadenersatz nicht verfallen, müssen Mängel im Feriendomizil dem Vermieter unverzüglich und schriftlich mitgeteilt werden. Hierfür sind auch Zeugen zu benennen, so die Juristen. Mitreisende aus dem selben Domizil scheiden dabei als Zeugen aus. Gleichzeitig muss dem Vermieter eine angemessene Frist eingeräumt werden, damit er den Mangel entweder beheben oder ein Ersatzquartier anbieten kann.
Um wie viel Prozent der Reisepreis bei Mängeln gemindert werden darf, können Betroffene der "Frankfurter Tabelle" entnehmen. Die dortigen Angaben sind allerdings nicht rechtsverbindlich. Wenn eine Einigung nicht zustande kommt, entscheiden die Gerichte. (dpa/eb)