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| 01:41 Uhr

„Manchmal blutet das Herz, wenn man das sieht“

Forst. Seit 21 Jahren befasst sich Frank Leopold mit dem Denkmalschutz in Spree-Neiße, zunächst im Altkreis Forst, mittlerweile als Sachgebietsleiter der Unteren Denkmalschutzbehörde in der Kreisverwaltung. „Ich habe Höhen und Tiefen gesehen“, sagt Leopold. bob

Als Höhepunkt der ganzen Jahre bezeichnet er die Rekonstruktion des Wasserturms in Forst. „Das ist ein Highlight“, sagt der Denkmalschützer. Für das Forster Stadtbild sei der Turm prägend. Aber auch im Vergleich mit anderen Wassertürmen könne sich das Forster Bauwerk sehen lassen.

Eine solche Rekonstruktion sei allerdings nur in den Jahren nach der Wende vorstellbar gewesen. Heutzutage sei angesichts finanzieller Zwänge an derartige Investitionen nicht mehr zu denken. „Das ist heute unvorstellbar“, sagt Leopold.

Ärgerlich ist für ihn, wenn er durch den Landkreis fährt und sieht, dass ohne Genehmigung Umbauten vorgenommen wurden. Etwa wenn in einem Objekt aus der Gründerzeit plötzlich moderne Fenster zu sehen sind, deren Teilung überhaupt nicht zum Gesamtbild passt. „Da blutet einem schon das Herz, wenn man das sieht“, sagt Leopold. Die Behörde könne zwar im Nachhinein ein Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten. Dadurch sei der Schaden aber nicht wieder gut zu machen. Besser sei es, den direkten Weg zur Denkmalschutzbehörde zu suchen. Gemeinsam könne man dann nach Lösungen suchen.