Ich entsinne mich noch an Erzählungen meiner Großmutter, die sich mit ihren Geschwistern einen Bismarck-Hering zu der mittäglichen Essenration von Pellkartoffeln teilen musste und sich die Kinder um den Heringskopf stritten, denn die Augen seien besonders schmackhaft gewesen. Noch heute leben Urenkel und Ur-Urenkel in Finsterwalde, so etwa Jutta und Jens Horstmann, Werner Göllnitz, einst bei der Sparkasse beschäftigt, wie auch die Nachkommen von Ilse Block und Max Schreiber. Als Kind war ich mir der zahlreichen Verwandtschaft so gar nicht bewusst, man traf sich selten, hatte auch unterschiedliche Lebensauffassungen. Manche kannte ich auch nur von Erzählungen und Anekdoten wie auch die Spitznamen, die über sie im Umlauf waren. So wurde in der Verwandtschaft Richard Egnik als "Bienenfritze" bezeichnet, weil er sich mit der Aufzucht von Bienen befasste und nebenberuflich Imker war. Besonders gern ging ich zu den Großeltern von Werner Göllnitz in die Moritzstraße, wo desses Großvater eine Böttcherwerkstatt betrieb und ich ihm neugierig zuschauen konnte, wie er Waschfässer und Gurkentonnen fertigte. Mit einem anderen Urenkel, Peter Schreiber, teilte ich 1955/56 die Schulbank in der Oberschule.