Doch weil Mode schon lange nicht mehr aus nur einem Trend besteht, gibt es im Herbst/Winter 2016/17 voraussichtlich auch Alternativen.

Jil Sander, Bottega Veneta, Aquilano.Rimondi setzen im Winter eher auf leise Mode und Askese, mit dem Fokus auf Schnitt und Material.

Die Formel "Winter gleich Kälte" funktioniert nicht mehr. Die Antwort der Mailänder Mode: ein Baukasten-System aus Elementen der Jahreszeiten, die man dann je nach Wetterbericht kombinieren kann. Und deshalb finden auch Sommerstoffe wie Chiffon, Seide oder Tüll ihren Weg in die Herbst-Winter-Mode.

Es gibt zwar auch viel Schwarz und gedeckte Farben, aber die eigentliche Winter-Neuheit sind viele kräftige Töne.

Mailands Designer bildeten auf den jüngsten Schauen fast das komplette 20. Jahrhundert nach. Der Vorwurf, zu sehr im Vergangenen zu schwelgen und zu wenige Visionen für die Zukunft zu entwickeln, war auch dieses Mal nicht zu entkräften.