Doch es war ein Sieg ohne Glanz und Höhepunkte, in dem den Spreewäldern eine mäßige Leistung genügte, um das Spiel zu kontrollieren.

Lediglich in der Startphase überzeugten die Gäste mit taktisch durchdachtem Spiel und einer schnellen 2:0-Führung durch René Sewald und Sebastian Köhler. Danach ging der Spielfaden verloren. Technische Fehler häuften sich und eine wenig bewegliche Deckung ermöglichte den Gastgebern das 3:2. Die Hausherren agierten mit dynamischem Spielaufbau und körperlichem Einsatz gegen eine passive und lückenhafte Deckungsarbeit der Gäste. Prenzlauer Berg ging nach ausgeglichenem Spielverlauf mit 7:6 in Führung (12.). Nur ein starker Lars Kasper im TSG-Tor parierte wiederholt Konterangriffe und hielt in dieser Druckphase seine Mannschaft im Spiel. Eine durch Matthias Lehmann besser organisierte Deckung fing dann den Sturmlauf der Berliner ab und gab dem eigenen Angriff Impulse. Matthias Lehmann erzielte den Ausgleich und Dustin Trenkmann, Sebastian Schultz und Stefan Richter trafen zum 8:12. Über eine Pressdeckung gegen René Sewald kamen die Gastgeber wieder ins Spiel und erzielten in der 16. Minute den Anschluss zum 11:12. Sebastian Schultz übernahm nun Verantwortung für den organisierten Spielaufbau. André Krüger und Matthias Drannaschk trafen vom Kreis zum 12:16 und Sebastian Schultz und Christoph Wilde setzten die Treffer zum 15:19-Halbzeitstand.

Im zweiten Abschnitt setzte sich das unkonzentrierte und ideenarme Spiel der Gäste fort. Spielerische Vorteile wurden durch individuelle Fehler leichtfertig vergeben und im Umkehrspiel fehlte der letzte Wille. So blieb es bis zum 25:28 ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem die TSG-Männer ihren Drei-Tore-Vorsprung verwalteten. Der willensstarke Einsatz kostete den Berlinern Kraft. Erste Ermüdungserscheinungen nutzten die Gäste zum Endspurt. In der 52. Minute hatten André Krüger und Christoph Wilde den Vorsprung auf 26:35 ausgebaut. In einer spielerisch gefälligen Schlussphase trafen René Sewald und Christoph Wilde zum 33:38-Endstand.

Fazit: Ein Prestigeerfolg der Spreewälder, die mit diesem Auswärtssieg ihren zweiten Tabellenplatz behaupteten und für das kommende Heimspiel gegen Peenetal Loitz Selbstvertrauen aufgebaut haben.

Lübbenau: Tor: Lars Kasper, Steve Sangl. Feld: Stefan Richter (2), Christoph Wilde (8), René Sewald (4), Marian Siebert, Sebastian Schultz (6), Matthias Lehmann (1), Dustin Trenkmann (4), Sebastian Köhler (3), Matthias Drannaschk (4), Christopher Perschk (2), André Krüger (4). Zeitstrafen: PB: 4, TSG: 3+1 Disq.