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Männer betören Damen im Schottenrock

Das Männerballett rangierte beim Sonnewalder Karneval in der Gunst der Gäste ganz oben. Foto: Mario Sanders / sam1
Das Männerballett rangierte beim Sonnewalder Karneval in der Gunst der Gäste ganz oben. Foto: Mario Sanders / sam1 FOTO: Mario Sanders / sam1
Sonnewalde. Es hat Tradition in Sonnewalde, dass der RCC seine Premiere des neuen Programms vor den Rentnern aufführt. Da sind, um es so bequem wie möglich zu gestalten, extra die gepolsterten Stühle aufgestellt, die dann bei den folgenden Veranstaltungen den Biertischgarnituren Platz machen. Mario Sanders /sam1

Unter dem diesjährigen Motto: „Werbespot und Farb TV – der RCC lässt raus die Sau“ wurde zünftig gefeiert.

Schon das Kinderprinzenpaar Prinz Bennet Guse und seine bezaubernde Prinzessin Hanna Plewka erfreute die Rentnerherzen, als es in der Kutsche mit dem Münchhausener Schimmelpony zur Bühne defilierte. Auch in diesem Jahr versuchte Moderator Piet, den beiden ein Küsschen zu entlocken, was diesmal allerdings misslang.

Erstmalig in die Bütt stieg Daniela Schlegel, die sich mit spitzer Zunge und scharfem Verstand präsentierte und trotz aller Werbeangebote und Verlockungen einfach so bleiben will, wie sie ist. In ihrem minikurzen Glitzerkleid eine Augenweide verdeutlichte sie, dass die Mädels die Zierde ihrer Männer und zugleich die Stütze des Vereins sind.

Ingrid Retig zeigte sich fasziniert vom Männerballett im Schottenrock. Schön in der Ankündigung von Piet und Caroline ging es heiß her. „Wie die Männer dann ihre Schleuderfigur vorführten und der schwarze Stringtanga sowie die behaarten Pobacken zum Vorschein kamen – einzigartig“, ließ Caroline wissen. Fritz Kühne (81) verpasst mit seiner Gattin Elfriede seit 45 Jahren keinen Karneval. „Es ist schön, hier zu sein, lustig zu sein. 1967 begann alles im Goldenen Löwen. Wir sind mit dem Karneval jung geblieben“, erzählt der Senior. Ob die „Frechen Früchtchen“, das Männerballett, das große Showballett oder die „reifere Jugend“, die ja erst zum zweiten Mal dabei sind, alles sei wieder spitze gewesen, lobte Fritz Kühne. Rita Grünther bedauerte: „Für mich gibt es einen Wermutstropfen. Ich habe Hilmar Grund mit seinen Ulknummern vermisst. Er war bei jeder Karnevalseröffnung dabei und ein Urgestein“, bedauerte sie.

Vielleicht ein Trost für sie:

Erstmals werden in diesem Jahr alle Frauen am 17. Februar zur Weiberfastnacht eingeladen.