Im neuen Heft hat der Autor Wolfgang Bauer "Moritaten und Kuriositäten in Sallgast und Umgebung" zusammengetragen. Hierin wird unter anderem geschildert, wie 1879 das Auffinden einer Kinderleiche im Wald bei Lieskau die Menschen unserer Gegend zutiefst erschütterte, und das zunächst unerklärliche Treiben einer Bande von Brandstiftern die Einwohner von Klingmühl in Angst und Schrecken versetzte.

1881 muten die vom Königlichen Landgericht zu Cottbus zu verhandelnden Vergehen eines Mannes aus Rixdorf (Neukölln) fast wie das Märchen vom "Hans im Glück" an, nachdem er allerdings zuvor Guts- und Mühlenbesitzer in Göllnitz und Poley um ihr Eigentum gebracht hatte.

Auch der furchtbare Mädchenmord von Lieskau im Oktober 1906, bei dem ein Jugendlicher aus Sallgast recht bald als der Täter ermittelt werden konnte, hat die Bewohner beider Orte zutiefst betroffen gemacht. Dagegen erscheinen die Geschichten von zwei "Revolverhelden", die im Dezember 1896 bei Klingmühl ihr Unwesen trieben, schon eher wie Dumme-Jungen-Streiche.

Weshalb ein Klingmühler Maurer 1881 wegen einer um 9 Mark überteuerten Hose eine einjährige Zuchthausstrafe, verbunden mit zwei Jahren Ehrverlust erhielt, erfährt man beim Lesen des Heftes ebenso, wie die Ursache für eineinhalb Jahren Gefängnisstrafe, die ein Lieskauer Arbeiter im Juni 1894 dafür erhielt, weil seine Angebetete, eine Magd aus Breitenau, ihn nicht heiraten wollte.

Diese Geschichten und weitere Ereignisse, die unsere Urgroßeltern in der Zeitung lesen konnten, sind auf 24 Seiten zusammengetragen worden. Das Heft kann am 7. Dezember 2013 am Stand des Heimatvereins Sallgast beim 11. Sallgaster Weihnachtsmarkt oder direkt beim Vereinsvorstand (Tel.: 035329/55934) erworben werden. Das Heft wird zu einem moderaten Preis von nur 3 Euro angeboten.

11. Sallgaster Weihnachtsmarkt: Samstag, 7. Dezember 2013, ab 15 Uhr, am Dorfplatz.