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Mädchen und Jungen basteln Geschenke in Osterwerkstatt

Betreuer Marvin Richter und die Schülerinnen Pauline Lauschke, Laura Hanschick und Lena Guthke (von links) fertigen Nistkästen an. Foto: bdx1
Betreuer Marvin Richter und die Schülerinnen Pauline Lauschke, Laura Hanschick und Lena Guthke (von links) fertigen Nistkästen an. Foto: bdx1 FOTO: bdx1
Lübbenau. Hochbetrieb hat am Samstagnachmittag in der Kinder- und Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in der Lübbenauer Dammstraße geherrscht. Dutzende Kinder bastelten mit ihren Eltern, Großeltern und Freunden Geschenke in der Osterwerkstatt. Bernd Marx/bdx1

Mit einem zünftigen Lagerfeuer klang das gesellige Treffen aus.

Dutzende Mädchen und Jungen hätten am Samstagnachmittag in der Spreewaldstadt gern die Uhren angehalten. Nicht, um der angekündigten Sommerzeit ein Schnippchen zu schlagen, sondern um ihren engagierten "Arbeitseinsatz" an den Farbtöpfen, Klebetuben, Lötkolben, Keschern, Mikroskopen, Lehrbüchern, Schraubstöcken und Werkbänken um ein paar Stunden zu verlängern.

"Auf diesen Tag habe ich mich schon die ganze Woche lang gefreut", so der zwölfjährige Sam-Jonah Triebel aus Lübbenau und führte konzentriert den heißen Lötkolben über eine Holzfigur in der Form eines Ostereis. "Die Kinder nehmen die Angebote der AWO zum Basteln gern und dankbar an", sagte die 33-jährige Betreuerin Ramona Seifert, die sich über das Kommen von Jung und Alt freute.

Immer wieder kamen Eltern und Großeltern mit ihren Kindern und Enkelkindern in die zahlreichen Werkstätten und Bastelräume, um Geschenke für das Osterfest zu basteln. Überall lag der Duft von Klebstoff, Farbe und angebranntem Holz in der Luft. Hochbetrieb auch in der Holzwerkstatt von Betreuer Manuel Reymann.

"Die Kinder sind talentiert und engagiert, aber ohne Kontrolle geht es nicht", so der 29-Jährige, der jeden Arbeitsplatz an der langen Werkbank gewissenhaft beobachtete. Christine Hoffmann-Pudlitz aus Boblitz schaute ihrer zehnjährigen Tochter Julia zu, wie sie die Konturen eines Osterhasen mit dem heißen Lötkolben nachzeichnete. Wenig später folgte noch ein kleines Holzschild mit dem Spruch: Frohe Ostern für meinen Bruder Kai. "Ich finde es toll, dass die Kinder hier die Möglichkeit haben, ihre Fähigkeiten und Talente beim Basteln zu testen", so die Lübbenauerin Sylvia Geier, die die Bastelarbeiten ihrer Enkelin Maja-Katalin Löschen aus Dresden bestaunte.

"Den Osterhasen bekommt meine Schwester Charlotte geschenkt, die wird aber staunen", so die fünfjährige Sächsin mit einem strahlenden Lachen.

Betreuerin Kathleen Prowatschke (20) gab den Mädchen und Jungen praktische Hinweise für das Bemalen von Eierbechern, die die Grundformen von Küken, Hähnen und Hasen hatten. "Das wird ein wunderschöner Eierbecher für meine Eltern", erklärte Maya Ritter (8) und zog mit dem Pinsel feine gelbe Farbstriche über das angedeutete Federnkleid des Ostergockels mit dem roten Kamm. "Das Bemalen macht mir immer großen Spaß", verriet freudestrahlend Jona Krüger (10), die schon seit vielen Jahren bei den Bastel-Tagen der AWO anzutreffen ist. "Es ist ganz schön kompliziert, alles alleine auszumalen", stellte indes die sechsjährige Alina Liebe aus Vetschau fest. Doch ehe sie sich versah, bekam sie Hilfe von ihrer Mutter Dana Liebe.

Bald lagen die Bastelarbeiten der Kinder zum Trocknen auf dem warmen Ofen. Nach einer halben Stunde, konnten die lackierten Ostergeschenke von den Kindern für die Heimfahrt verpackt werden. Dumpfe Hammerschläge waren aus der Werkstatt von Betreuer Marvin Richter zu hören. Zarte Mädchenhände schlugen mit großen Hämmern treffsicher Nägel in kleine Holzstücke. "Die Mädchen sind sehr geschickt und machen das prima", so der 23-jährige Betreuer und Holzexperte. Nach Abschluss der Arbeiten präsentierten die Grundschulschülerinnen Laura Hanschick (11), Pauline Lauschke (12) und Lena Guthke (12) prächtige Nistkästen für die Vogelwelt.

Das sonnige Wetter nutzten indes Sophia (10) und Samantha Michelchen (11), um mit den Betreuerinnen Nicole Nowatzki (33) und Jenny Kühnel (19) Bachflohkrebse, Wasserasseln und Eintagsfliegen mit Keschern für die Forschung aus den nahen Gräben zu fischen. Das gesellige Treffen von Alt und Jung ging mit einem zünftigen Lagerfeuer am späten Nachmittag zu Ende.